
Ein Haus soll der 3D-Drucker in Kombination mit Robotertechnologie in einen Zeitraum von 72 Stunden fertigen können. Nach Firmenangaben seien die Häuser sehr energieeffizient, umweltfreundlich und verfügen über eine hohe strukturelle Stabilität, was in einer Haltbarkeit von „hunderten Jahren“ resultieren soll. Der Preis für ein Haus mit drei Schlafzimmern und Bad wird mit 99.000 US-Dollar, also umgerechnet rund 80.000 Euro, angegeben.

Zur eingesetzten 3D-Drucktechnologie gab das Unternehmen nur wenige Informationen bekannt, jedoch verwendet das patentierte industrielle Robotersystem mit der Bezeichnung „atlas“ für die Herstellung der Häuser neben Beton recycelten Kunststoff. Der Beton sei nahezu frei von Luftbläschen und führe zu einer 200 Prozent höheren Stabilität in der Konstruktion. Im Vergleich zum traditionellen Bauverfahren würde sich die Kostenersparnis nach Firmenangaben auf 70 Prozent belaufen.
S-Squared nutzt zur architektonischen Visualisierung des Projekts und der Konstruktion mit dem 3D-Drucker auf Virtual Reality Technologie. Wie COO Mike Giametta in einer Pressemitteilung erklärte, sei man begeistert in die nächste Phase des Plans überzutreten und leistbare Häuser sowie Geschäftslokale in Long Island und weltweit bauen zu können. Zum Projektstart sucht der Hersteller derzeit nach einem passenden Partner, ein Dorf oder Kleinstadt, welche den 3D-Druck von Gebäuden genehmigen würde.
Europas erstes Wohnhaus aus dem 3D-Drucker steht im russischen Jaroslawl und seit Oktober 2017 bezugsfertig. Der Architekt Nicolo Bini plant mit einem 3D-Drucker blasenartige Häuser, Binishells, herzustellen. Auch der österreichische Fertigbau-Elementehersteller Overtec setzt seit letztem Jahr auf 3D-Druck bei der Herstellung seiner Fertighauselemente. Über 70 weitere Beispiele und regelmäßige Aktualisierungen bietet unsere Themenseite „3D-Druck im Hausbau„.






