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Startup-Projekt 'Skyforge': 3D-Druckautomat für öffentliche Gebäude und Plätze

Logo Element Robot Inc.Mit Skyforge plant ein auf 3D-Druck spezialisiertes US-Startup-Unternehmen die Einführung öffentlicher 3D-Druckautomaten. In einem Feldversuch an der Universität Idaho wird der 3D-Druckautomat jetzt getestet.

Jeder kennt die Automaten in Kaufhäusern und öffentlichen Gebäuden, wie Fotoboxen für Passbilder2Go. Wie die lokale US-Zeitung dnews.com jetzt berichtet, könnte sich hier bald einen weiterer Automat einreihen – und zwar ein öffentlicher Automat für den 3D-Druck. Das Startup-Unternehmen ELEMENT ROBOT INC. arbeitet aktuell an einem Automaten, mit dem sich die Anwender jederzeit gegen eine Gebühr 3D-Druckmodelle erstellen können, ohne dafür einen eigene 3D-Drucker besitzen zu müssen.

„We want to be the Redbox of 3D printing,“ (Chris Walker, CEO von ELEMENT ROBOT INC. auf dnews.com)

Tritium 3D-Drucker Foto

Im Inneren des Skyforge arbeitet eine Tritium 3D-Drucker (Bild © // elementrobot.com).

Chris Walker, CEO von ELEMENT ROBOT INC., stellt sich das folgendermaßen vor: An öffentlichen Plätzen, wie Kaufhäusern, Schulen, Universitäten, Bibliotheken, Bahnhöfen, usw. befinden werden die Skyforge-Automaten aufgestellt. Wer sich ein 3D-Objekt von dem Skyforge erstellen lassen möchte, lädt vorab sein digitales 3D-Modell in die Skyforge-Cloud. Von dem Cloud-Server aus wird die Datei an einen der gewünschten Skyforge-3D-Druckautomaten gesendet. Der Anwender kann sich nach Fertigstellung sein 3D-gedrucktes Objekt von einem dieser Automaten abholen.

Im Inneren der Automaten wird ein Tritium 3D-Drucker eingesetzt. Bei einem Tritium 3D-Drucker handelt es sich um ein Eigenbau des Unternehmens auf Basis der Idee der Rostock 3D-Drucker. Bei dem Rostock 3D-Drucker wird der Druckkopf nicht wie üblich über Schienen geführt, sondern hängt an beweglichen Armen (weitere Infos…).

Der Skyforge-3D-Drucker baut Objekte mit einem Durchmesser von 35 Zentimetern und einer Höhe von 20 cm auf. Als Druckmaterial verwendet der im Skyforge verbaute Tritium das für 3D-Drucker typische PLA (Polylactic Acid, Polylactid oder Polymilchsäure)

Erste Versuche sollen Erkenntnisse zur Nutzung bringen

Nach aktuellem Entwicklungsstand des Projekts Skyforge wird bereits der erste Prototyp in einem Feldversuch an der Universität Idaho eingesetzt. Ein 3D-Druck mit Skyforge soll 75 US-Cent pro Kubikzentimeter kosten. Der Mindestbestellwert liegt bei zwei US-Dollar. Von den Ergebnissen des ersten Feldversuchs erhofft sich das Unternehmen, um CEO Chris Walker, wertvolle Erkenntnisse für die Erstellung eines geeigneten Geschäftsmodells.

Idee öffentlicher 3D-Druckautomaten nicht neu

Auch 3D Systems arbeitet an einem 3D-Druckautomaten. Mit 3DMe®Photobooth stellte der Global Player im 3D-Druck erst kürzlich die Idee für einen Automaten vor, mit dem es möglich sein soll, sich an öffentlichen Plätzen in 3D einscannen zu lassen. Der 3D-Scan wird dann an die hauseigene Online-Plattform 3Dme gesendet und kann von da aus weiterverarbeitet werden. Der 3D-Druck erfolgt nach bisherigem Konzept dann zu Hause mit dem eigenen 3D-Drucker.

Mit 3DMe®Photobooth und Skyforge hätten Interessierte so zukünftig die Möglichkeit gänzlich ohne eigenen 3D-Drucker, -Scanner oder Dienstleister sich 3D-Objekte erstellen zu lassen. Beide Projekte befinden sich aktuell noch in der Entwicklungsphase.

Als gegenwärtige Alternative stehen Interessierten heute verschiedene 3D-Drucker Online-Dienste, wie 3D Hubs, zur Verfügung, mit denen sich Anwender 3D-Drucker privater Anwender in der Nachbarschaft finden können und gegen einen gemeinsam vereinbarte Gebühr für den 3D-Druck anschließend nutzen.

Ausstehende Fragen zum Projekt

Auf Basis der aktuellen Entwicklungen im Bereich der 3D-Drucker, könnte mit Skyforge den Initiatoren des Projekts eine interessante Geschäftsidee gelungen sein. Allerdings bleiben noch einige Fragen offen. Wie gestaltet sich der Kundenservice bei Reklamationen im Falle von fehlerhaftem Druck? Ist eine App geplant, mit der man auf einfachem Wege direkt vor Ort sein 3D-Druckauftrag an das jeweilige Gerät übermitteln kann? Wie hoch werden die Wartungskosten für die Geräte eingeschätzt, z.B. das Auffüllen des PLA?

ELEMENT ROBOT INC. ist mit der Idee ‚Skyforge‘, seinem eigenen Tritium 3D-Drucker und den ersten, laufenden Feldversuchen prinzipiell gut aufgestellt, ein derartiges Konzept erfolgreich vermarkten zu können. Interessant wären öffentliche 3D-Druckautomaten, auch in Deutschland, allemal. Es bleiben nun zunächst einmal die Ergebnisse aus den Feldversuchen abzuwarten. Wir halten Euch in unserem Online-Magazin über 3D-Drucker und unserem kostenlosen 3D-Drucker-Newsletter zum Thema Skyforge auf dem Laufenden.

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