Gesundheitswesen:

Vitaminpillen aus dem 3D-Drucker zum selber zusammenbauen

Das kalifornische StartUp-Unternehmen Multiply Labs hat ein Verfahren entwickelt, dass es möglich macht personalisierte Vitaminpräparate herzustellen.

In vielerlei Hinsicht bietet der 3D-Druck der Medizin viel Innovation, sowohl für die Ärzte, als auch für die Kunden. Ein neuer Gedanke ist nun, patientenspezifische Arzneimittel und Zusätze herzustellen. Multiply Labs ist ein Ernährungsunternehmen, was derzeit Nahrungsergänzungskapseln im 3D-Druckverfahren produziert. Das Angebot umfasst 15 verschiedene Vitaminpräparate, die man in der Dosis variieren kann. Das macht es möglich die Kapsel direkt für den Kunden anzupassen.

Multiply Labs wurde vom ehemaligen MIT Robotik Student Fred Parietti(CEO) und der Pharmaziestudentin Alice Melocchi(CTO) kurz nach ihrem Studium gegründet. Das Paar hatte zuvor mit 3D-gedruckten Pillen experimentiert, bei denen es um die verzögerte Freigabe des Inhaltes geht. Für ihr Unternehmen Multiply Labs holten sie sich Hilfe und Unterstützung von  Y Combinator .

3d Drucker
Multiply Labs hat seinen eigenen 3D-Drucker gebaut (Bild ©Multiply Labs).

Zu Beginn drehte sich alles um 3D-Druck und Robotik. Mit einem maßgeschneiderten Extruder und pharmazeutischen Polymeren kann Multiply Labs jede Zutat in verschiedene Fächer drucken. Ein zweiter Roboter wird benötigt, um das FDA-zugelassene Pulvermaterial (Food-and Drug Administration) in verschiedene Fächer der Pille einzusetzen. Multiply Labs Geschäftsmodell bietet eine Lösung für die oftmals  künstlichen und beliebigen Vitamin-Dosen. Anstatt ein generisches Multivitamin für alle zu entwickeln, konstruiert ihre Technologie eine individualisierte Pille, die die Bedürfnisse des Kunden berücksichtigen. Dies macht das 3D-Print-Vitamin ideal für Menschen, die einen bestimmten Mangel ausgleichen müssen.

Laut Parietti wäre es am Besten, wenn jeder die genauen Angaben über sich selber wüsste. Also auf das Milligramm genau, welches Vitamin fehlt. Die meisten wissen es jedoch nicht und wollen auch nicht zum Arzt gehen. Deswegen gibt es die Option bei der Bestellung seine Parameter wie Geschlecht, Alter und Größe anzugeben. Momentan liegt der Preis bei rund 25$ für die Pillen.

Die Zukunft des Unternehmens:

Das Unternehmen hat sich momentan auf die Vitamine konzentriert, aber schon festgestellt, dass auch Interesse an einer pharmazeutischen Pillenproduktion besteht.

Pillenschachtel
Die Vitamine (Bild ©multiply Labs).

Es gibt dafür noch nicht genügend Richtlinien und Parameter, die Tests wären zu aufwendig. Dadurch jedoch, dass das Unternehmen mit Zusatzpräparaten arbeitet und nicht mit Medikamenten, haben sie mehr Freiheiten.

3D-gedruckte Pillen könnten besonders nützlich sein in Sektoren wie psychische Gesundheit, Behandlung von Patienten mit nur wenigen Mängeln. Diese Technologie könnte auch älteren Patienten helfen, die unter Demenz leiden. Statt ein Dutzend verschiedene Pillen sortieren zu müssen, könnte die 3D-Druckmedikation alles in eine Pille packen. Laut dem CEO von Multiply Labs, Parietti, werden auch Krankenhäuser ein Ziel sein und Zusammensetzungen für seltene Krankheiten. Mit dieser 3D-Drucktechnolgie kann man verschiedene Verbindungen und Zusammensetzungen einfach testen. Parietti sieht eine große Zukunft für diese personalisierte Ernährung, wie er hier erzählt. 

Das Start-Up Unternehmen bringt uns einen Schritt näher die Kontrolle über die Dosierung der Medizin zu behalten.

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