Australien plant, der Ukraine weitere 3D-Drucker zur Verfügung zu stellen. Ziel ist es, die ukrainischen Streitkräfte im Kampf gegen russische Aggressoren zu unterstützen. Besonders die rasche Produktion von Ersatzteilen steht im Fokus.
Das Militär weltweit beschäftigt sich mit zahlreichen Forschungsbereichen und dementsprechend auch mit der Frage, wo die 3D-Drucktechnologie vorteilhaft eingesetzt werden kann. Auf unserer Themenseite „3D-Drucker im Militär“ erhalten Sie eine Übersicht unserer Beiträge zum Einsatz der 3D-Drucker und der dazugehörigen 3D-Drucktechnologie im Rahmen militärischer Anwendungen. Das umfasst den Einsatz der 3D-Drucker für die militärische Produktion als auch zur strategischen Militärplanung.
Einem Amerikaner gelang es vor einigen Jahren die erste funktionsfähige Handfeuerwaffe mit einem 3D-Drucker zu fertigen. Der Welt wurde dann zum ersten Mal klar, dass mit dem 3D-Druck auch Schaden angerichtet werden kann. Daraus folgte die Untersagung der Produktion von 3D-gedruckten Waffen und Munition durch die amerikanischen Rechtssprecher. Das Potenzial der 3D-Drucker wurde nichtsdestotrotz in den Rüstungsindustrien und Verteidigungsministerien weltweit erkannt.
Das russische Militär begann 3D-Drucker bei der Herstellung ihrer Armata-Serie anzuwenden. Derzeit arbeitet das staatliche Rüstungsunternehmen JSC daran, Titaniumkomponenten additiv herzustellen. In den USA hingegen begann der führende Hersteller für Lenkflugraketen Raytheon mit dem 3D-Druck zu experimentieren. Der Hauptfokus liegt auf der Herstellung von Ersatzteilen für Raketen, mit dem Ziel, den Ersetzungsprozess zu beschleunigen und kostengünstiger zu gestalten.
Außerdem engagieren sich Forscher der US Army auch bei der Herstellung vom 3D-gedruckten Essen für Soldaten. Die Idee dahinter ist, die Soldaten im Kampfgebiet mit genug Nahrung zu versorgen, die individuell auf den jeweiligen Soldaten angepasst ist. Die Integration von 3D-gedruckten Komponenten in israelische Helikopter und Kampfjets ist eine weitere Anwendungsmöglichkeit von 3D-Druck im Militär.
Eine komplett 3D-gedruckte Drohne ist eine weitere Anwendung von 3D-Druckern im Militär. Diese Drohne kann Landmimen ohne menschliche Beteiligung aufspüren und beseitigen. Eine Übersicht von Drohnen aus dem 3D-Drucker kann hier angesehen werden.
Auch der 3D-Biodruck findet seine Anwendung im Militär, insbesondere bei der Behandlung von Kriegsverletzungen. Das Ziel hier ist es, mit Hilfe eines 3D-Druckers Hautzelle auf die Wunden zu drucken. Neben den bereits aufgezählten Anwendungsmöglichkeiten der 3D-Drucker im Militär bietet sich die 3D-Drucktechnologie als eine sehr gute Problemlösung für die Logistik auf Flugzeugträgern, da diese über einen geringen Lagerplatz verfügen. Deshalb möchte man sie mit 3D-Druckern ausstatten, um so Ersatzteile und andere wichtige Materialien vor Ort herstellen zu können, ohne sie lagern zu müssen.
In einem US-Forschungslabor wird derzeit die Möglichkeit untersucht, die komplette Soldatenkampfausrüstung mit 3D-Druckern herzustellen, um dadurch das Gewicht der Ausrüstung deutlich zu reduzieren. 3D-Drucker werden außerdem für die Herstellung von nicht scharfen Antipersonen-Minen genutzt, um so das Training der Soldaten zu fördern. 3D-Drucker werden auch in der Britischen Air Force angewendet, beispielsweise für die Herstellung von Teilen für den Tornado GR4 Fighter.
Sie finden in der nachfolgenden News-Übersicht zahlreiche Beispiele militärischer Einsatzzwecke von Streitkräften weltweit, unter anderem vom chinesischen, US-amerikanischen, russischen aber auch dem deutschen Militär. Information über neue Beiträge in dieser Kategorie erhalten Sie in unserem kostenlosen 3D-Drucker-Newsletter.
Australien plant, der Ukraine weitere 3D-Drucker zur Verfügung zu stellen. Ziel ist es, die ukrainischen Streitkräfte im Kampf gegen russische Aggressoren zu unterstützen. Besonders die rasche Produktion von Ersatzteilen steht im Fokus.
Essentium und KVG bieten der Ukraine durch ihre Zusammenarbeit fortschrittliche 3D-Druck-Lösungen, Schulungen und Werkzeuge an. Diese Initiative stärkt die Verteidigungsfähigkeit des Landes in Krisenzeiten. Vor Ort werden 3D-Druck-Werkzeuge strengen Tests unterzogen.
Boeing steigt in einem weiteren Bereich weiter in den 3D-Druck ein und plant, Teile für den Apache-Kampfhubschrauber zu produzieren. Ziel ist es, Lieferketten zu optimieren und Vorlaufzeiten zu reduzieren. Experten sehen großes Potential in der additiven Fertigung für die Luftfahrt.
Das Pentagon betrachtet additive Fertigung, auch bekannt als 3D-Druck, als entscheidend für zukünftige Militäranwendungen. Die Technologie hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht und öffnet neue Wege, insbesondere in der Entwicklung von Hyperschallwaffen.
General Dynamic Electric Boat integriert 3D-Druck in den Bau von nuklearbetriebenen U-Booten. Ein mittels additiver Fertigung hergestelltes Teil soll auf dem USS Oklahoma installiert werden. Dies zeigt das Potenzial der Technologie zur Reduzierung von Vorlaufzeiten und Kosten.
6K Additive hat einen 5-jährigen Vertrag mit der US Army Development Command erhalten. Dieser Vertrag ermöglicht die Produktion hochwertiger Metallpulver für die additive Fertigung. Die Zusammenarbeit stärkt die nationale Sicherheit der USA und reduziert die Abhängigkeit von ausländischen Materialien.
Die Ukraine hat industrielle 3D-Drucker aus den USA erhalten, um Ersatzteile für das Schlachtfeld zu drucken. Die Ukrainer haben eine Schulung für diese Technologie abgeschlossen. William LaPlante betont die vielseitigen Möglichkeiten des 3D-Drucks.
Das Metall-3D-Druckunternehmen SPEE3D hat einen Vertrag mit dem japanischen Verteidigungsministerium abgeschlossen. Hierdurch werden 3D-Drucker für die Japan Ground Self-Defense Force geliefert, die auf der patentierten CSAM-Technologie basieren.
ATI Inc. plant, eine additive Fertigungsanlage in Florida zu errichten, die sich auf Großformat-Metall-3D-Druck und weitere Verarbeitungstechniken spezialisiert. Die Einrichtung, die voraussichtlich Mitte 2024 ihren Betrieb aufnehmen wird, wird die Expertisen von ATI in Schmiedeprodukten und Pulverlegierungen kombinieren.
An Bord des USCG-Eisbrechers Healy untersuchen Forscher des Naval Postgraduate School (NPS) den Einfluss der Arktis auf die Crew-Leistung und den 3D-Druck. Dabei wird die Nutzung additiver Fertigungstechnologien unter extremen Seebedingungen erprobt. Diese Untersuchungen könnten zukünftige Schiffsdesigns und Betriebskonzepte beeinflussen.
Das metallverarbeitende Unternehmen Titomic Limited hat ein 3D-Druck-Kaltsprüh-System an das französische Verteidigungsministerium verkauft. Dieses System soll in der Flotte der französischen Marine zur Wartung und Instandhaltung eingesetzt werden, einschließlich der Verhinderung von Korrosion und Reparatur abgenutzter Oberflächen.
Die US Army plant, die Produktion von 3D-gedruckten Teilen für ihre HMMWV-Fahrzeuge zu erweitern. Neben einem Batteriehalter für den M998 sind weitere Komponenten in Planung. Der Fokus liegt auf Technologien, die die Teile widerstandsfähiger machen.
AML3D, ein australischer Hersteller von additiven Fertigungsanlagen, bestätigt den Verkauf einer industriellen 3D-Druckeinheit an die US-Marine. Dieses ist der zweite Verkauf eines großskaligen ARCEMY-Systems zur Deckung der Verteidigungsbedürfnisse der USA und unterstreicht das wachsende Vertrauen in 3D-Drucktechnologien in militärischen Anwendungen.
Erstmals wurde erfolgreich an Bord eines fliegenden MV-22 Osprey Tiltrotor-Flugzeugs der US-Marines ein 3D-Druck demonstriert. Diese Entwicklung könnte eine entscheidende Rolle in Krisensituationen und bei logistischen Herausforderungen spielen.
Rheinmetall stellt seine neue mobile Smart Factory vor, die 3D-Druck auf Schlachtfeldern ermöglichen soll. Durch die Herstellung von Ersatzteilen vor Ort wird die Instandhaltung von Militärfahrzeugen deutlich beschleunigt. Der Metall-3D-Druck soll dabei eine entscheidende Rolle spielen.
In einem Meilenstein für den 3D-Druck in militärischen Anwendungen haben 3YOURMIND und die Phillips Corporation Federal Division den Zuschlag für ein $2,5 Millionen Projekt mit dem U.S. Marine Corps erhalten, um seine additiven Fertigungskapazitäten zu erweitern.
Das britische Unternehmen London Defense R&D hat das weltweit erste 3D-gedruckte taktische Anti-Drohnen-System LD-80 mit einer Reichweite von 1.000 Metern vorgestellt. Das 3D-gedruckte System wurde mit der Multi Jet Fusion von HP gedruckt. Es Tests verliefen bereits erfolgreich.
Das NSWC Carderock und das US Marine Corps entwickeln gemeinsam das mobile 3D-Druck-Kit TACFAB. Nach einem erfolgreichen Prototyp im Jahr 2016 und der Aufnahme als „Program of Record“ im Jahr 2021, ist die Implementierung an verschiedenen USMC-Stützpunkten für Ende 2023 geplant.
Das 3D-Druckunternehmen Handddle hat seine Zusammenarbeit mit der französischen Luftwaffe erfolgreich erneuert. In den letzten zwölf Monaten konnten die Partner die 3D-Drucktechnologie der Smart Farm Factory von Handddle testen und validieren. Die französische Luftwaffe zeigte sich von den Leistungen der Smart Farm Factory beeindruckt, wie aus einem Bericht hervorgeht.
Das in Australien ansässige 3D-Druck-Unternehmen AML3D hat eine VAR-Vereinbarung mit der Phillips Corporation abgeschlossen. Die Vereinbarung gilt speziell für den amerikanischen Verteidigungssektor. AML3D möchte damit unter anderem eine ARCEMY-Vertriebspipeline in den USA entwickeln.