Metall-3D-Druck:

EOS stellt mit Stainless Steel 17-4PH IndustryLine neues Metallpulver für den industriellen 3D-Druck vor

Der Hersteller EOS hat mit der EOS Stainless Steel 17-4PH IndustryLine ein neues Metallpulver für den 3D-Druck mit Metall vorgestellt. Ein erstes Unternehmen verkündete bereits das Druckmaterial für die Kleinserienfertigung medizinischer Instrumente einzusetzen. Wir stellen das neue Druckmaterial einmal genauer vor.

Das neue Produkt der EOS GmbH setzt sich aus einem Metalllegierungspulver auf Eisenbasis und einem Prozessparameter zusammen, um vom 3D-Metalldrucker EOS M290 verarbeitet werden zu können. Die wichtigsten Anforderungen der Serienfertigung per 3D-Druck werden mit dem neuen Material erfüllt: die Sicherstellung reproduzierbarer Bauteilqualitäten durch höchste Datenzuverlässlichkeit der Werkstoff- und der Materialeigenschaften des Endprodukts. Mit Einsatz der EOS Stainless Steel 17-4PH IndustryLine in der nachgeschalteten Qualitätssicherung und der Bauteilqualifizierung lassen sich erhebliche Zeit-, und Kostenersparnisse erzielen, berichtet EOS in einer Mitteilung an 3D-grenzenlos.

Bislang sind im industriellen 3D-Druck gegenüber klassischen Fertigungsverfahren die Materialeigenschaften wie Bruchdehnung, Zugfestigkeit oder Härte für ein fertiges Bauteil ausschließlich auf Grundlage kleinerer Basisgemeinsamkeiten ermittelt worden. Der Nachteil waren hierbei mit hohen Aufwand verbundene Test- und Qualifizierungsverfahren.

Die Qualitätsstandards werden mit EOS Stainless Steel 17-4PH IndustryLine in der Additiven Fertigung deutlich angehoben, erklärte Dr. Tobias Abeln, der CTO (Chief Technologie Officer) bei EOS. Die Daten können vom Kunden 1:1 für die Qualifizierung der Technologie in die Serienfertigung übernommen werden. Der Zeit- und Kostenaufwand für eine eigene Werkstoff- und Prozessqualifizierung werde hierbei minimiert.

Medizinisches Instrument aus dem 3D-Drucker
Medizinische Instrumente: Ein mit dem EOS Stainless Steel 17-4PH IndustryLine 3D-gedrucktes Objekt (Bild © EOS GmbH).

Serienmäßig additive gefertigte Bauteile gewinnen bezüglich Entwicklungs- und Fertigungsprozesse an Effizienz, zugleich lassen sich Markteinführungsprozesse beschleunigen. Der Werkstoff EOS Stainless Steel 17-4PH IndustryLine ist hochfest, gut aushärtbar, säurefest und extrem korrosionsbeständig.

Chirurgische oder orthopädischer Instrumente

Geeignet für die Herstellung chirurgischer oder orthopädischer Instrumente. Die Bauteile lassen sich nach Abschluss ihrer additiven Herstellung bzw. nach einer Wärmbehandlung bearbeiten, mikrobestrahlen oder polieren.

In den Materialdatenblättern und chargenspezifischen Prüfbescheinigungen sind alle Informationen zu den verwendeten Test- und Werkstoffstandards aufgelistet. Die Qualität jeder einzelnen Pulvercharge von EOS Stainless Steel 17-4PH IndustryLine wird mittels Qualitätssicherungsverfahren gewährleistet. Auf Basis des neuen Materials sind diverse Instrumente wie eine Zange gedruckt worden und erreichten die angestrebten Materialeigenschaften. Laut Zachary Bryan, PhD, Test-Entwickler und Metallurge beim US-Kunden Exactech, plane man den Werkstoff und Prozess für die Kleinserienfertigung medizinischer Instrumente einzusetzen. Der Plan soll gemeinsam mit EOS umgesetzt werden.

Gemeinsam mit Daimler und AEROTECH plant EOS mit dem Projekt „NextGenAM“ die Großserienfertigung mit 3D-Druckern, kündigte EOS im April dieses Jahres an. Im Jahr 2015 wurde EOS mit dem „Game Charger Award“ in der Kategorie „Challengers“ ausgezeichnet. Regelmäßig aktuelle Informationen zu EOS erhalten Sie auf unserer Themenseite „3D-Druck von EOS“ und im 3D-grenzenlos Newsletter (abonnieren).

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