Das deutsche Unternehmen Nanoscribe stellt auf der SPIE BiOS und Photonics West sein neues Nanoprinting-Material IP-Visio für Life Science-Anwendungen vor. IP-Visio wurde speziell für den Nano-3D-Druck biokompatibler Mikrostrukturen konzipiert. Wir stellten das neue nicht zytotoxische Material einmal genauer vor.

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Auf den führenden Konferenzen SPIE BiOS und Photonics West wird das neue Material IP-Visio von Nanoscribe vorgestellt, wie das Unternehmen dem 3D-grenzenlos Magazin schon vorab in einer Mitteilung wissen ließ. Die Konferenzen behandeln die Themen biomedizinische Optik und Photonik und finden im Februar in Kalifornien statt. Im Juli 2019 hat Nanoscribe mit dem Quantum X das weltweit erste System mit Zwei-Photonen-Graustufen-Lithographie (2GL) vorgestellt.

Details zu IP-Visio

Nanoscribe IP-Visio ist ein Druckmaterial für Life Science-Anwendungen. Das nicht zytotoxische Material ist nur wenig fluoreszierend und für die Fertigung biokompatibler Mikrostrukturen konzipiert. Nano-3D-Drucker von Nanoscribe können damit komplexe und filigrane Mikrostrukturen herstellen, die im Tissue Engineering und für dreidimensionale Zellkulturen genutzt werden. Der Nanoscribes 3D Mikrofabrikation-Technologie ist es schon oft gelungen, seine Eignung für zur Herstellung hochpräziser dreidimensionaler Mikrostrukturen wie dreidimensionale Zellgerüste unter Beweis zu stellen.

Mit IP-Visio gibt es jetzt neues Druckmaterial für biokompatible 3D-Mikrostrukturen. Zellfreundliche 3D-Gerüste profitieren von dem nicht zytotoxischen Material. Forscher können damit mit hochpräzisen Mikrostrukturen herstellen, um realistische Zellumgebungen nachzuahmen. Mehrzellige Gerüststrukturen, die als dreidimensionales Stützmaterial zur Aussaat und Untersuchung von Zellen dienen, wären zum Beispiel eine derartige Struktur.

biokompatible Zellgerüste
Mit der 3D-Drucktechnologie von Nanoscribe können verschiedene 3D-Mikroumgebungen hergestellt werden (Bild © Nanoscribe).

Sehr geringe Autofluoreszenz

Die sehr geringe Autofluoreszenz von IP-Visio macht eine klare Sicht durch die gedruckten Strukturen möglich. Zelluläre Proteine und Prozesse lassen sich mit Methoden der Fluoreszenzmikroskopie analysieren, ohne die gedruckten Zellgerüste dabei zu beeinträchtigen.

Mit der 3D-Drucktechnologie von Nanoscribe können verschiedene 3D-Mikroumgebungen hergestellt werden, die den im menschlichen Körper bekannten natürlichen Lebensbedingungen von Zellen ähneln. So können komplizierte 3D-Mikrostrukturen mit hervorragender Formgenauigkeit angefertigt werden, was Pionierarbeiten bei 3D-Zellgerüsten ermöglicht.

Es gab bisher Forschungsergebnisse, die zum Beispiel zum retinalen Tissue Engineering, zur Krebsforschung und zum ersten 3D-gedruckten Blut-Hirn-Schranken-Modell für das Arzneimittel-Screening veröffentlicht wurden. Nanoscribe ist auf der SPIE BiOS am Stand 8256 und auf der Photonics West in Halle E am Stand 3254 zu finden, wo das Unternehmen das neue Material und damit hergestellte 3D-gedruckte Mikrostrukturen präsentiert.

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