Stratasys, ein führendes Unternehmen im Bereich der Polymer-3D-Drucklösungen, hat in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass es 3D-gedruckte Materialien für eine bevorstehende Mondmission zur Verfügung stellen wird, um deren Leistung auf der Mondoberfläche zu testen. Die Experimente sind Teil der ersten Space Science & Technology Evaluation Facility Mission (SSTEF-1) von Aegis Aerospace, Inc. Diese Einrichtung wurde von Aegis Aerospace in Houston, Texas, im Rahmen des NASA-Tipping Point Programms entwickelt, um Forschungs- und Entwicklungsleistungen auf der Mondoberfläche anzubieten.
Das SSTEF-1 Projekt konzentriert sich auf die Technologieentwicklung für die Infrastruktur im Weltraum und Fähigkeiten für den Mond und den nahen Erdraum. Die Experimente von Stratasys werden von der Northrop Grumman Corporation gesponsert.

In dieser Mission wird Stratasys 3D-gedruckte Proben zur Verfügung stellen, die von einem unbemannten Lander in einer von Stratasys 3D-gedruckten Trägerstruktur zur Mondoberfläche gebracht werden. Drei Materialien stehen im Mittelpunkt von zwei verschiedenen Experimenten, die von Northrop Grumman geleitet werden.
Das erste Experiment bewertet die Leistung einer Probenteil aus Stratasys’ Antero® 800NA FDM® Filament, das mit Tungsten gefüllt ist. Antero 800NA ist ein hochleistungsfähiges, auf PEKK basierendes Thermoplast mit ausgezeichneten mechanischen Eigenschaften, chemischer Beständigkeit und geringen Ausgasungseigenschaften. Die Zugabe von Tungsten soll einen Schutz gegen schädliche Strahlung wie Gammastrahlen oder Röntgenstrahlen bieten.
Das zweite, passive Experiment soll untersuchen, wie sich 3D-gedruckte Materialien im Weltraum verhalten. Es wird das Antero 840CN03 FDM Filament einbeziehen, das ESD-Eigenschaften für den Einsatz bei Elektronik aufweist und bereits im Orion-Raumschiff verwendet wurde. Das Experiment umfasst auch ein neues ESD-Photopolymer, das vom Stratasys-Partner Henkel hergestellt wird und für den Einsatz mit Stratasys’ Origin® One 3D-Druckern konzipiert ist und für Hochtemperaturumgebungen geeignet ist. Dieses Experiment wird die Probenteile den Mondstaub, niedrigen Druck, der zu Ausgasungen führen kann, und den schnellen Temperaturschwankungen aussetzen, die aus der nahezu nicht vorhandenen Atmosphäre auf dem Mond resultieren.
Rich Garrity, Chief Industrial Business Officer, sagt dazu:
„Die additive Fertigung ist eine wichtige Technologie für Weltraummissionen, bei denen jedes Gramm Gewicht zählt und eine hohe Leistung unerlässlich ist. Dieses Experimentenbündel wird uns helfen zu verstehen, wie wir den 3D-Druck vollständig nutzen können, um Menschen und Ausrüstung sicher zu halten, wenn wir zum Mond und darüber hinaus reisen.“
Die Teile werden von einem unbemannten Lander in einer von Stratasys 3D-gedruckten Trägerstruktur aus ULTEM™ 9085 Thermoplast zur Mondoberfläche gebracht, einem Material, das auch häufig in kommerziellen Flugzeuginterieurs verwendet wird.






