Die Militärexperten auf dem Gebiet für strategische Planung Ben FitzGerald und Dr. Aaron Martin sehen den 3D-Druck als einen der elementaren Eckpfeiler für militärische Produktion der Zukunft. Neben dem 3D-Druck gehören auch robotergesteuerte Montagelinien und Drohnen zu den Werkzeugen zukünftiger Militärproduktion.

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Wie auf engineering.com berichtet wird, erarbeiten die beiden Experten für strategische Militärplanung Ben FritzGerald und Dr. Aaron Martin in dem vom Center for a New American Security (CNAS) veröffentlichten, mehrseitigen Report „Process Over Platforms. A Paradigm Shift in Acquisition Through Advanced Manufacturing“ die momentanen Probleme der Produktion des US-Militärs und suchen nach technologischen Lösungen zur Behebung der Produktionsprobleme.

Als Ergebnis und geeignetes zukünftiges Mittel zur Effizienzverbesserung militärischer Produktion sehen FritzGerald und Dr. Aaron Martin den 3D-Druck, robotergesteuerte Produktionslinien und Drohnen in der Schlüsselrolle.

Robotergesteuerte additive Fertigung
So könnte es aussehen: Robotergesteuerte Produktionslinien zur additiven Fertigung (3D-Druck) in der militärischen Produktion (Bild © CNAS (cnas.org) verwendet von curtesy of Nothrop Grumman Corporation).

Die 3 Vorteile für das Militär

Das Dokument beschreibt den 3D-Druck, also die additive Fertigung, als zentralen Lösungsbaustein zur Behebung – oder zumindest Senkung – der erheblichen Kostenüberschreitungen in der Militärproduktion durch Beschleunigung im Entwicklungs- und Beschaffungsprozess militärischer Produktionen. FritzGerald und Martin nennen dabei die folgenden drei großen Vorteile für das Militär:

  1. Part Consolidation: Additive Fertigung ermöglicht es, in der traditionellen Fertigung benötigte Subkomponenten als Einzelkomponenten zu fertigen und zu montieren.
  2. Topology Optimization: Mit dem 3D-Druck können die Militäringenieure gleich nach der Konzeptionierung die Teile fertigen lassen und testen. Außerdem ermöglicht spezielle Software, das Material anschließend auf eine Minimum an tatsächlichen Materialbedarfs zu reduzieren. Gleichermaßen ist auch ein Austausch der eingesetzten Materialien mit günstigeren Materialien denkbar.
  3. Tooling Reduction: Mit Hilfe von robotergesteuerten Produktionsmaschinen (z.B. 3D-Drucker) lassen sich Militärmaschinen nicht nur schneller und flexibler fertigen, auch das bisher eingesetzte Werkzeug kann um ein vielfaches reduziert werden, was zur Kosteneinsparung für das Militär führt, so das Ergebnis der Studie von FritzGerald und Martin.

Der Experte FritzGerald hat bereits des Öfteren dem US-Militär und hiesigen Offizieren innovative, teils futuristische Möglichkeiten zur Optimierung des Militärapparats präsentiert. Durch eine Kombination der Elemente 3D-Druck, robotergesteuerte Produktionslinien und Drohnen für den Luftverkehr glaubt FritzGerald und Dr. Aaron Martin die Entwicklungs- und Produktionsinfrastruktur des Militärs zukünftig nachhaltig zu verbessern.

Ergebnis des Reports realistisch

Tatsächlich ist das Ergebnis von FritzGerald und Martin keineswegs unrealistisch. Während bei uns in Deutschland der 3D-Druck erst jetzt so langsam in das Bewusstsein der Wirtschaft rückt, ist der 3D-Druck  in den USA bereits in Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft größtenteils etabliert.

Staatliche Organisationen wie die NASA setzen bereits in verschiedenen Bereichen auf 3D-Drucker (mehr zum Thema „3D-Drucker der NASA„). Auch staatliche Bildungseinrichtungen, wie Universitäten und Schulen, verwenden in den USA heute bereits 3D-Drucker für verschiedene Zwecke (mehr zum Thema: „3D-Drucker in Schulen„). Der 3D-Druck entwickelt sich in einem rasanten Tempo.

Ob, wann und in wie weit die 3D-Drucktechnologie die militärische Produktion zukünftig beeinflussen wird und welche Vor- und Nachteile sich dadurch ergeben bleibt zunächst einmal abzuwarten. Sicherlich ist eine Einführung der additiven Fertigung erheblich von den weiteren, technologischen Entwicklungen der 3D-Drucker abhängig. Generell ist zu wünschen, dass bei Einzug der 3D-Drucker in militärische Produktionsprozesse diese innovative Technologie doch eher für die innere Sicherheit eingesetzt wird (z.B. Schutz vor Umweltkatastrophen), als für Instrumente zur Kriegsführung.

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