Das Combat Logistic Battalion (CLB) 31 der US Marines hat es sich zur Aufgabe gemacht, den 3D-Druck zu beherrschen. 3D-Drucker sind Teil ihrer Ausrüstung. Der 3D-Druck ist für eine Truppe, deren Leitspruch „Improvisieren, anpassen und überwinden“ ist, eine perfekte Ergänzung, um erfolgreich zu sein, heißt es jetzt aus Regierungskreisen. Die 31. Einheit hat den 3D-Druck schon vielseitig einsetzen können und wird dies sicher auch weiterhin tun.

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Die 3D-Drucktechnologie hat heutzutage einen zunehmenden Einfluss auf die Entwicklung des Militärs – nicht immer zum Positiven. Die Vorteile dieser Technologie hat auch die US Marine für sich entdeckt – kein Wunder auch, denn „Improvisieren, anpassen und überwinden“ ist eines ihrer Mantras. Die schnelle Umsetzung von Ideen mithilfe von 3D-Druck ist genau das, wonach sie gesucht haben, erklärte Chief Warrant Officer 2 Daniel Rodriguez, Wartungsleiter bei CLB-31, vor wenigen Tagen auf der Website vom U.S. Department of Defense.

Wie berichtet wird, hat es sich die 31. Marine Expeditionary Unit (MEU) zur Aufgabe gemacht, mit dem Combat Logistic Battalion (CLB) 31 diese Technologie zu beherrschen. Nun sind 3D-Drucker ein Teil ihrer Ausstattung und Werkzeuge. Marines sind oft dazu aufgefordert, schnell eigene Lösungen für Probleme zu entwickeln, die sich im Dienst ergeben. Gerade die 3D-Drucktechnologie könnte einen großen Beitrag dazu leisten, dank ihrer Fähigkeit zur schnellen Herstellung von Ersatzteilen. Mit dem 3D-Druck können die Marine-Soldaten endlich die Dinge selbst in die Hand nehmen, anstatt zu warten, bis ein Ersatzteil von einem kaputten Gerät ankommt, heißt es in dem Bericht weiter.

Sgt. Adrian Willis und ein 3D-Drucker
Der Computer- und Telefontechniker Sgt. Adrian Willis erklärt den 3D-Drucker (Bild: © Cpl. Stormy Mendez).

„Ich denke, 3D-Druck ist definitiv die Zukunft – es ist absolut die Richtung, in die das Marine Corps gehen muss. Innovative Lösungen für komplexe Probleme zu finden, geht wirklich auf unsere Kernprinzipien als Marines zurück. Ich bin stolz darauf, Teil eines neuen Programms zu sein, das für das Marine Corps eine entscheidende Veränderung bedeuten könnte „, sagte Sgt. Adrian Willis, ein Computer- und Telefontechniker der 31. MEU.

Chief Warrant Officer 2 Daniel Rodriguez, mit Kunststoffstange
An der Fahrwerktür des Fahrzeugs des Instandhaltungsoffiziers Chief Warrant Officer 2 Daniel Rodriguez befindet sich eine 3D-gedruckte Kunststoffstange (Bild: © Cpl. Stormy Mendez).

Bislang hat die 31. MEU bereits in mehreren Situationen den 3D-Druck einsetzen können und bereits das große Potenzial entdeckt, welches der Zugang zu einer solchen Technologie für die Geschwindigkeit und Effizienz ihrer Operationen hat. Zum Beispiel konnte Marine Fighter Attack Squadron 121 vor wenigen Tagen einen erfolgreichen Flug eines F-35B Lightning II-Flugzeugs mit einem Ersatzteil absolvieren, das mit einem 3D-Drucker hergestellt wurde. Im Juni letzten Jahres stellten die US-Marines unter dem Namen „Nibbler“ Aufklärungs- und Transport-Drohnen aus dem 3D-Drucker vor.

Auch Oberstleutnant Richard Rusnok, Befehlshaber des VMFA-121, war begeistert von den Möglichkeiten, die der 3D-Druck bietet: „Als Commander ist mein wichtigstes Gut die Zeit. Obwohl unsere Zulieferer und Logistiker bei der Beschaffung von Teilen hervorragende Arbeit leisten, ist die schnelle Herstellung unserer eigenen Teile ein großer Vorteil, da sie unseren Fußabdruck reduzi<ert und uns somit flexibler in einer Schiffs- oder Expeditionsumgebung macht.“

Mit dieser Technologie erhofft sich das US Marine Corps zukünftig nicht nur schnell die notwendigen Ersatzteile herzustellen, sondern auch Tausende von Dollar mit diesem Prozess einzusparen. Die entsprechenden Lösungen für bestimmte Fälle werden in eine interne Datenbank von 3D-Drucklösungen geladen, um das Rad nicht jedes Mal neu erfinden zu müssen. Weitere Entwicklungen im 3D-Druck im Zusammenhang mit dem Militär können Sie hier nachlesen. Mit unserem Newsletter bleiben Sie stets über weltweite Neuigkeiten zum 3D-Druck auf dem Laufenden.

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