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Die Raumfahrt könnte mit dem 3D-Druck in eine neue Ära starten, weil mit einem 3D-Drucker die Astronauten hunderte Werkzeuge, Materialien, Ersatzteile und Digitalmodelle während einer langen Mission selbst herstellen könnten. Jetzt äußerte sich Astronaut Rod Weisman zu der Idee, bei seinen Flug zur ISS einen 3D-Drucker mitzunehmen.

Laut Jane Poynter, der CEO von der Paragon Space Development Corporation stecke in der 3D-Drucktechnologie ein starkes Potential, wie 3dprintingindustry.com schreibt. Im Mai dieses Jahres wird mit Rod Weiseman, der erste Astronaut einen 3D-Drucker in der Mikroschwerkraft testen und er ist bereits schon jetzt aufgeregt. Er wird zur Internationalen Raumstation ISS fliegen. Gegenüber der Webseite space.com gab er ein Interview zum Thema 3D-Druck.

Nach seinen Worten sei es vorstellbar, einen solchen 3D-Drucker  (Thema 3D-Weltraumdrucker) auf einer Mission zum Mars einzusetzen weil damit die erforderlichen 20.000 Ersatzteile gedruckt werden könnten. Zum Druck seien nur ein paar Kilogramm Druckmaterial notwendig und man müsse nicht mal vorab wissen, welches Teil eventuell kaputt gehen könne, da man es ja dann einfach selbst ausdrucken kann. Als Beispiel nannte er einen Schraubendreher, der auf der Hälfte der Strecke zum roten Planeten plötzlich verloren ging und dieses Werkzeug sei mit einem gleichwertigen Schraubendreher aus dem 3D-Drucker schnell ersetzt.

3D-Drucker in Schwerelosigkeit bei NASA-Test
Schwerelosigkeit: Erste Funktionstests von der NASA zur Schwerelosigkeit der 3D-Drucker verliefen nach offiziellen Angaben erfolgreich (Bild ©: madeinspace.us).

Der 3D-Drucker wurde von der Firma »Made in Space« entwickelt und wird für das »3D-Druck in Schwerelosigkeit«-Experiment zur ISS geflogen. Die Mission soll im Herbst 2014 stattfinden. Das Gerät verfügt über die Kapazität rund 30 Prozent der Teile herzustellen welche auf der Raumstation benötigt werden. Das Experiment soll die Langzeitwirkung der Mikroschwerkraft auf den 3D-Druck zeigen. Die Demonstration dient als wissenschaftliche Grundlage für die künftige additive Fertigung.

Es soll auch der Grundstein für eine zukünftige Additive Manufacturing Facility (ADF) sein, die später in den Weltraum geflogen und mehrere raumgestützte 3D-Drucke gewährleisten soll. Wenn ein 3D-Drucker auf einem geplanten Mars-Flug tatsächlich zum Einsatz kommen sollte, würde dies eine erhebliche Gewichtsersparnis bedeuten weil keine 20.000 Ersatzteile gelagert sondern nur ausgedruckt werden müssten. Je weniger Gewicht das Raumschiff zu transportieren hat desto geringer wären die Kosten.

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