Zukunft:

Forscher bauen fliegende „3D-Drucker-Drohnen“ zum Schutz vor Atommüll

Forscher und Wissenschaftler aus London arbeiten an einer Kombination aus Drohne und 3D-Drucker. Das Gerät soll in Zukunft Atommüll beseitigen, Brücken bauen und im besten Fall „Nester“ in naheliegenden Bäumen, damit sich das Gerät „selbst versorgen“ kann. Eine Video-Demonstration des fliegenden 3D-Druckers zeigt den aktuellen Forschungsstand.

Fliegender 3D-Drucker als Art Drohne
Im Forschungslabor werden die Drohnen und fliegenden 3D-Drucker getestet (Screenshot © youtube.com; User: New Scientist).

Am Imperial College London haben Ingenieure einen autonom-fliegenden 3D-Drucker entwickelt, mit dem primären Ziel Menschen vor atomaren Abfällen zu schützen. Der Drucker befindet sich in einer Drohne, der gefährliche Gegenstände mit einem klebrigen Schaum umhüllen kann, bevor die Gefahr abtransportiert werden kann.

Die Wissenschaftler hoffen, dass die 3D-Drucker-Drohnen eines Tages in der Lage sein werden, eigene Nester in Baumkronen auszudrucken, in denen sie sich neu aufladen können, bevor sie ihren Einsatz fortsetzen. Noch seien die Forscher jedoch nicht von den 3D-Druckfunktionen des Geräts überzeugt. Das Projekt wird von Dr. Mirko Kovak, dem Direktor des Aerial Robotics Laboratory am Imperial College London zusammen mit einem kleinen Team realisiert.

So soll es ablaufen

In einem Beispielvideo (siehe unten) konnte der sogenannte Quadcopter eine klebrige Substanz auf einen kleinen Block auftragen, bevor sie ihren Flug fortsetzte. Laut Professor Noel Sharkey (Professor für Robotik und künstliche Intelligenz an der Universität Sheffield) wäre es vorstellbar, dass zukünftig Brücken mit dem Quadcopter repariert werden könnten.

Nachdem der Schaum um das Objekt gesprüht wurde, steigt ein Hexacopter auf und nimmt es über seinen Unterseite auf. Der Prozess, so hoffen die Forscher, könnte bei der Entfernung gefährlicher Materialien wie Nuklearabfälle besonders hilfreich sein. Der Quadcopter würde den Angaben zufolge nahezu völlig autonom fliegen, weil er per GPS zu seinem Einsatzort geführt wird. Der Schaum wird aus Polyurethan hergestellt.

Eine Zukunft & Vision mit diesem Forschungsprojekt könnte so aussehen, dass mit solchen Drohnen und mit deren integrierten 3D-Drucker beschädigte Brücken und Gebäuden repariert werden könnten. Am 24.Juni 2014 möchte die 3D-Drucker-Firma Deezmaker in Kooperation mit dem Luftaufnahmen-Spezialisten Velocity Pigeon einen technisch weniger fortschrittlichen fliegenden 3D-Drucker der Öffentlichkeit vorstellen. Es sei den Angaben der Firmen zufolge eine Weltneuheit. Die Drohnen von Dr. Kovac werden am 9.Mai und 10.Mai während des Imperial Festival in London zu sehen sein. Mehr zu dem Projekt erfahren unsere Leser in unserem kostenlosen 3D-Drucker-Newsletter.

Video zur fliegenden „3D-Drucker-Drohne“

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