Keine Utopie mehr:

Jeanshersteller Levi Strauss experimentiert mit 3D-Druck

Das Bekleidungsunternehmen Levi Strauss möchte in Zukunft sein bewährtes Branding neu definieren, indem es auch die 3D-Druck-Technologie einsetzt. Vor kurzem präsentierte es einen ersten Vor-Prototypen.

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Bereits im Februar 2017 machte der Jeanshersteller Levi Strauss Co. Schlagzeilen, indem er bekanntgab, vermehrt auf Nachhaltigkeit zu setzen und dies als neue Unternehmensphilosophie auszugeben. Die revitalisierende Produktion ist für Hersteller eines Kleidungsstückes, das bereits seit 150 Jahren auf dem Markt ist und im Wesentlichen unverändert blieb, keine leichte Aufgabe.

Levi's Rolling Stone Jeansjacke und T-Shirt
Vielleicht wird später auch die Rolling Stone Jeans-Jacke mit dem 3D-Druck-Verfahren hergestellt. (Bild: © levistrauss.com)

Bislang konzentrierte sich Levi Strauss vor allem auf Experimente mit digitalen Renderings und erforschte, wie eine 3D-Daunenjacke aussehen könnte. Zwar ist dies nur ein erster Anfang, aber durchaus ein Versprechen für die Zukunft.

Jetzt möchte das Unternehmen zeigen, dass es die Verpflichtung zur Nachhaltigkeit sehr ernst nimmt, und zeigt ein gesteigertes Interesse am 3D-Druck, wie das Unternehmen in einer Blog-Mitteilung bekannt gab. Vor Kurzem besuchte der Leiter für Global Product Innovation bei Levi’s, Paul Dillinger, in San Francisco einen Autodesk Pier 9 Workshop.

Dillinger ist begeistert von den wachsenden Fähigkeiten der klassischen Marke, „die wahre Essenz eines Paares Levi’s zu erfassen und in digitale Sicherheiten umzuwandeln“. Sowohl die Material- als auch die Herstellungskosten lassen sich nach Ansicht Dillingers mit dem 3D-Druck exponentiell senken. Dies ist ein durchaus etablierter Vorteil der additiven Fertigung, der von den meisten Bekleidungsherstellern aber nur zögerlich akzeptiert wird.

Levi's Truckerjacke
Die Levi’s Truckerjacke wird seit über 50 Jahren hergestellt. (Bild: © levistrauss.com)

Natürlich wird es noch viel Zeit brauchen, bis Levi’s seine erste 3D-gedruckte funktionelle Jacke anbieten kann. Alle feinen Details, die auf dem von Dillinger gedruckten Denim vorhanden sind, sind nur Eindrücke auf Zeit.

„Alles, was wir von diesem Kleidungsstück erkennen, wird in einem Topographie-Scan erfasst“, so Dillinger.

Sicher ist dieser Vor-Prototyp ein Schritt in die richtige Richtung. Natürlich wird die 3D-gedruckte Jacke nicht unbedingt gleich im Einzelhandel angeboten. Das digitale Rendering-Projekt wird aber für die Verbesserung der Nachhaltigkeit der Marke Levi’s von großem Nutzen sein. Fortschritt kann durchaus langsam vonstatten gehen, aber einem Unternehmen, dass bereits 150 Jahre erfolgreich im Geschäft ist, wird dies nichts anhaben. Hier ist die Zeit auf seiner Seite.

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