Russischen Forschern ist es gelungen, mit Hilfe von dem Bioprinter Organ.Aut, erfolgreich die Schilddrüse einer Maus im 3D-Druckverfahren herzustellen. Der Spezial-3D-Drucker wurde speziell für den Einsatz in Schwerelosigkeit getestet und kam auf der ISS zum Einsatz.

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An Bord der internationalen Raumstation ISS konnten russische Wissenschaftler erfolgreich in Schwerelosigkeit eine Schilddrüse für eine Maus mit einem Bioprinter herstellen. Der magnetische 3D-Biodrucker mit der Bezeichnung Organ.Aut befindet sich seit dem 3. Dezember 2018 auf der Raumstation. Forschungsergebnisse wie die jetzigen wurden schon viel früher erwartet. Das erste Exemplar des Weltraum-Bioprinters ging allerdings beim Absturz einer Sojus-Rakete Ende Oktober 2018 verloren (wir berichteten).

Organ.Aut Bioprinter
Der Bioprinter, ein Spezial-3D-Dricker, für den Einsatz in der Schwerelosigkeit, Organ.Aut (Bild © bioprinting.ru)

Vom russischen Kosmonauten Oleg Kononenko, der im Vorfeld am 3D-Biodrucker ausgebildet wurde, ist am 4. Dezember 2018 um 17:00 Uhr GMT das Druckexperiment gestartet worden, mit dem Ziel, lebendes Gewebe in Schwerelosigkeit mit einem 3D-Drucker zu verarbeiten. Die ersten Resultate wurden jetzt präsentiert und zwar die Schilddrüse einer Maus die erfolgreich additiv verarbeitet und gezüchtet werden konnte, berichtet das Nachrichten-Magazin RT in einem Artikel. Ähnliche Ergebnisse gab es schon, allerdings nicht im Weltraum. Vom US-Unternehmen Celprogen konnte zum Beispiel eine menschliche Bauchspeicheldrüse aus PLA und Stammzellen hergestellt werden. Die Liste der Bioprinting-Projekte ist lang.

Wie Invitro gegenüber Ria Novosti berichtete, habe man Fotos aus dem Weltraum erhalten. Die Kamera zeige eine deutlich lebendige Konstruktion der zusammengebauten Schilddrüse einer Maus. Die Versuchsergebnisse werden im Dezember dieses Jahres zur Erde übermittelt, um sie einer umfassenden Analyse zu unterziehen. Im Februar 2019 sollen die Ergebnisse gezeigt werden.

Invitro erklärte, dass die Reifung gedruckter Organe und Gewebe in der Schwerelosigkeit deutlich schneller und effizienter als auf der Erde erfolge. Der Invitro-Chef Aleksandr Ostrovsky zeigte auch Interesse daran, Lebensmittelprodukte aus den Zellen auch im Weltall zu drucken. Die Aufgabe der Transplantologie soll mit dem 3D-Biodrucker ebenfalls gelöst werden. Über die weitere Entwicklung in diesem Bereich berichten wir auch in Zukunft im 3D-grenzenlos Magazin (jetzt zum Newsletter anmelden).

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