Der 4D-Druck ist eine Technologie mit integrierter Selbstbauanleitung, die durch eine Vielzahl externer Trigger aktiviert werden kann. Auf diese Weise können Fertigungsprozesse ohne menschliche Unterstützung eingesetzt werden. Einem Forscherteam an der Elite-Universität Massachusetts Institute of Technology (MIT), unter Leitung von Skylar Tibbits, arbeitete jahrelang konsequent an einem Handy das sich selbst zusammenbauen kann. Mit Mitteln der DARPA, einer Behöre des US-Verteidigungsministeriums, wurde das Projekt mit Unterstützung der 4D-Drucktechnologie entwickelt. Mehrere Komponenten eines Handys bauen sich selbst zusammen, wie ein Video zeigt (am Ende des Artikels).

Bestehend aus sechs Teilen, die sich in zwei verschiedenen Telefonen befinden, finden die Komponenten in weniger als einer Minute ihre Form und Platz im Gerät. Variablen wie Geschwindigkeit beim Zusammenbau, die Schließmechanismen und die verwendeten Magnete mussten genau aufeinander abgestimmten sein, damit das Handy sich ohne menschliches Eingreifen selbst zusammenbaut. Als Stimulus dient ein Becher.
Das Potenzial der Technologie für eine industrielle Massenfertigung sei realistisch, so die MIT-Forscher. Dies bedarf aber gewiss noch einiger Jahre. Oder Jahrzehnte. Sollte weiter am 4D-Druck geforscht werden, könnte die Fertigung von Handy-Chassis in Zukunft so aussehen: Die Bauteile für die Handys werden in einen Spezialbecher geworfen und setzen sich dann automatisch zusammen. Die Folge ist eine fast vollständige Automatisierung der Fertigung. Aktuell befindet sich der 4D-Druck noch in einer sehr frühen Forschungsphase und ist auf eine Laborumgebung angewiesen. Wie sich der 4D-Druck weiterentwickelt, darüber berichten wir regelmäßig in unserem kostenlosen 3D-Drucker-Newsletter.
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