Forscher vom MIT haben ein Verfahren entwickelt, bei dem mit einem 3D-Drucker hergestellte Lebensmittel nach dem Zuführen von Wasser ihre Form verändern. Die Forscher versprechen sich von ihren Ergebnissen eine Optimierung der Lager-, Liefer- und Verpackungskosten.

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Logo Massachusetts Institute of TechnologyAm Massachusetts Institute of Technology (MIT) wird an einer speziellen 3D-gedruckten Nahrung geforscht, um Nahrung besser transportieren und verpacken zu können. Verwendet wird dafür Gelatine, die bekannterweise bei der Absorption von Wasser seine Form verändert.

Ein Team des MIT-Tangible Media Group hat die Gelatine mit Stärke kombiniert, um bestimmte Wunschformen drucken zu können und zu erhalten. Die Forscher konnten in Tests sogar genau berechnen, wie sich das gedruckte Stück verformen wird. Was wie eine komplette Spielerei klingt, wurde von dem Forscherteam mit aller Ernsthaftigkeit betrieben und genau getestet, wie zum Beispiel die mechanische Eigenschaft der Zähigkeit. Auch wurden die bestimmten Formen bis ins Detail katalogisiert, um später hilfreiche Informationen aus den Tests für die Lebensmittelindustrie ziehen zu können. Mittelfristig wünschen sich die Forscher natürlich eine Kommerzialisierung, um den Menschen mit Hilfe einer spezialisierten Software den 3D-Lebensmitteldruck zu vereinfachen.

Am besten sind wohl die Pastaformen gelungen, wie Makkaroni und Rotini. Aber auch Blumen, Perlen und sich selbst zerteilende Suppen-Nudeln sind bei der Forschung entstanden. Getestet wurde es bereits von einem Chefkoch eines High-End-Restaurants.

Auf die Idee kamen die beiden Studenten Wang und Yao, da sie mit verschiedenen Materialien und ihrer Reaktion auf Feuchtigkeit forschten. In der Regel verwendeten sie ein Bakterium, was seine Form bei Feuchtigkeit ändert und es wird zur Sojabohnengärung für ein japanisches Gericht verwendet. Deswegen hatten sie die Idee andere essbare Materialien zu testen. Dabei kamen sie auf Gelatine, die sie in verschiedenen Dichten mit einem 3D-Drucker produzierten. Dieser Drucker ist für das Herstellen von Lebensmitteln geeignet und verwendet den Choco-Spritzen-Extruder der Futura Group. Außerdem besitzt der 3D-Drucker eine Velleman 8400-Steuerplatine. Das Team verwendete die Software Hot-World RepetierHost und Slic3r.

Geschmacklich wurden die Gelatinestreifen mit Plankton, Tintenfischtinte und Kaviar verfeinert. Den Forschern zufolge soll das kreierte Gericht „ganz gut“ schmecken 🙂

Festgehalten und veröffentlicht wurde die Forschung in einem Schreiben mit dem Namen „Transformative Appetite: Shape-Changing Food Transforms from 2D to 3D by Water Interaction through Cooking„, das diesen Monat auf der Association for Computing Machinery’s 2017 vorgestellt wird.

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