In Doha, der Hauptstadt Katars, ist offiziell der Startschuss für das bislang größte 3D-Druck-Bauprojekt der Welt gefallen: Der Bau von zwei staatlichen Schulen mit insgesamt 40.000 Quadratmetern Fläche erfolgt vollständig im 3D-Druckverfahren, wie zahlreiche Medien berichten. Die Umsetzung wird von UCC Holding in Kooperation mit der staatlichen Behörde für öffentliche Arbeiten Ashghal realisiert.

Digitale Bauweise als Maßstab für Nachhaltigkeit und Effizienz

Luftbild einer modernen, im 3D-Druck entstehenden Schule in Katar mit Sportplatz und Parkbereich
Visualisierung einer der beiden staatlichen Schulen in Doha, die mit insgesamt 40.000 m² Fläche als weltweit größte 3D-gedruckte Gebäude errichtet werden sollen (Bild © Al Watan).

Jede der beiden Schulen wird eine Fläche von 20.000 Quadratmetern einnehmen und als zweigeschossige Bildungseinrichtung auf einem 100 mal 100 Meter großen Grundstück errichtet. Mit dieser Maßnahme setzt Katar neue Maßstäbe im Bereich großflächiger öffentlicher Infrastruktur, sowohl in Bezug auf Effizienz als auch Nachhaltigkeit.

Die verwendeten Bau-3D-Drucker stammen vom dänischen Hersteller COBOD, einem führenden Unternehmen für additive Bauverfahren. Konkret handelt es sich um zwei BOD2-XL-Baudrucker mit Abmessungen von 50 x 30 x 15 Metern – vergleichbar mit der Größe eines Flugzeughangars. Diese Drucker gelten derzeit als die größten ihrer Art weltweit.

Anpassungen an das Wüstenklima und architektonische Innovation

Der Bauprozess wurde umfangreich vorbereitet: Dazu zählten sowohl die Einrichtung eines speziellen Testgeländes in Doha mit über 100 Testdrucken als auch die Entwicklung eines maßgeschneiderten Druckkopfes für eine höhere Präzision. Zudem wurde das Material so angepasst, dass es den klimatischen Bedingungen Katars standhält.

Ein weiteres Merkmal des Projekts: Der Gebäude-3D-Druck erfolgt nachts, um der extremen Tageshitze zu entgehen. Dies verbessert die Betonqualität, reduziert die Staubbelastung und minimiert die Lärmemissionen während des Bauprozesses.

Die Architektur der Schulen ist durch gebogene, wellenförmige Wände geprägt – inspiriert von den Sanddünen der Wüste. Diese Formgebung wäre mit konventionellen Baumethoden nicht oder nur schwer umsetzbar und verdeutlicht die gestalterischen Freiheiten, die der 3D-Druck ermöglicht.

Die Fertigstellung der beiden Schulen ist für Ende 2025 geplant. Das Projekt ist Teil eines landesweiten Programms, in dessen Rahmen insgesamt 14 neue öffentliche Schulen errichtet werden sollen.

Neue Wege im 3D-Druck für Bildungseinrichtungen

Katar zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in der Kombination aus 3D-Druck, nachhaltigem Bauen und digitaler Planung steckt. Der Schulbau wird effizienter, individueller und klimabewusster gestaltet – eine Blaupause für andere Länder?

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