Das japanische Unternehmen Ricoh berichtet in einer Pressemitteilung über den erfolgreichen Abschluss einer Studie zur Stromerzeugung aus Mikrowasserkraft in Kläranlagen mit 3D-Druck. Schon im Vorjahr präsentierte Ricoh den „3D-Pico Hydro Generator„, einem 1-kW-Pico-Hydro-Erzeugungssystem, der mithilfe von 3D-Druck hergestellt wurde. Siemens Energy testete im Jahr 2021 ebenfalls, wie sich der 3D-Druck mit Verbundwerkstoffen für Generatorteile eignet.

Energieverbrauch und Kosten senken

Grafik aus der Studie zum entwickelten mikro-hydroelektrischen Stromerzeugungsgerät
Ricoh hat eine Studie zur Stromerzeugung aus Mikrowasserkraft in Kläranlagen mit 3D-gedruckten Komponenten fertiggestellt (im Bild: Grafik aus der Studie)(Bild © Ricoh).

Die Studie, die im Rahmen der angewandten Abwasserforschung unter der Leitung des japanischen Ministeriums für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus (MLIT) durchgeführt wurde, hatte das Ziel, den Energieverbrauch und die Kosten der Abwasserbehandlung durch den Einsatz von Wasserkraftgeneratoren zu senken. Die Generatoren sollten leichter und schneller zu produzieren sein als herkömmliche Metallgeräte.

Ricoh nutzte die 3D-Druck-Technologie, um einen Mikro-Wasserkraftgenerator mit 3D-gedruckten Schaufeln aus Materialien, die aus Biomasse gewonnen wurden, herzustellen. Damit erzeugten sie mehrere kW Strom unter Verwendung von Geräten mit 25 % leichteren Schaufeln und 15 % leichteren Hauptkörpern als herkömmliche Wasserkrafterzeugungsgeräte aus Metall. Das Unternehmen konnte außerdem die Zeit für die Produktion um einen Monat auf drei Tage deutlich verkürzen. Das aus Harz bestehende Wasserradteil soll für eine verbesserte Haltbarkeit unter Wasser sorgen.

Notstromversorgung

Gemeinsam mit Seabell Incorporated und Masashi YAMABE-Masahiro SETO Laboratory am Department of Mechanical Engineering, Kanazawa Institute of Technology demonstrierten sie den Einsatz und die Verwendbarkeit des Generators in einer Kläranlage. Der Strom, der so erzeugt werden konnte, soll als Notstromversorgung in Katastrophenschutzzentren in Kläranlagen, Batteriesystemen, die Energie für die Mobilität liefern und automatischen Inspektionsrobotern auf Raupenbasis verwendet werden. Das Unternehmen plant außerdem, Mikro-Wasserkraftgeneratoren in Kläranlagen in Japan, Europa, den USA und Schwellenländern zu installieren.

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