
Gewichtseinsparung durch 3D-gedruckte Struktur
Die neue Lösung ersetzt konventionelle, deutlich schwerere Luft-Luft-Ladeluftkühler durch kompakte, in 3D-gedruckte Aluminiumkomponenten. Während herkömmliche Systeme dieser Klasse rund 16 Kilogramm wiegen, bringen die beiden neuen Module nur 1,4 Kilogramm auf die Waage. Durch das deutlich reduzierte Gewicht und das optimierte Strömungsdesign wird nicht nur die Effizienz verbessert, sondern auch das Ansprechverhalten des Motors positiv beeinflusst.
Geschäftsführer Denis Donkervoort erklärt:
„Die Motorleistung hängt stark von der effektiven Kühlung der Ansaugluft ab. Dank der Zusammenarbeit mit Conflux konnten wir eine Lösung realisieren, die es uns sogar ermöglichte, den ursprünglichen Prototyp zu verkleinern.“
Technologietransfer aus der Formel 1
Conflux Technology bringt sein Know-how aus dem Motorsport in das Projekt ein. Das Kühlsystem basiert auf einer Flüssigkeits-Luft-Ladeluftkühlung, wie sie in der Formel 1 üblich ist. Diese Technologie wurde nun für den High-Performance-Automobilmarkt adaptiert. Aufgrund der kompakten Bauweise konnte der Kühler direkt im Motorraum verbaut werden. Die Länge des Ansaugtrakts wurde dadurch um zwei Drittel verkürzt – mit positiven Auswirkungen auf Reaktionszeiten und Fahrzeugbalance.
Jede Komponente wird bei Conflux mittels 3D-Druck hergestellt und exakt an die spezifischen Anforderungen des Donkervoort-Motors angepasst. Dabei kamen individuelle Parameter wie Lamellengeometrie, Dichte und Durchmesser zum Einsatz. Ergänzt wird das System durch Billet-Turbolader von Van der Lee und einen externen Wasserkühler, der den Kühlkreislauf vervollständigt.
„Donkervoort trat mit klaren Zielvorgaben hinsichtlich Kosten und Performance an uns heran“, sagte Michael Fuller, Gründer von Conflux. „Unsere flexible Produktplattform ermöglichte es, jedes Detail auf maximale Effizienz auszurichten.“
Zukunftsweisende Fertigungstechnologie
Die Zusammenarbeit zeigt, wie die additive Fertigung zunehmend im Automobilbau Einzug hält – insbesondere bei Nischenherstellern mit hohen Anforderungen an Gewicht und Leistung. Für Donkervoort bedeutet die Umsetzung ein weiterer Schritt zur technologischen Differenzierung. Der P24 RS ist das jüngste Modell in der Entwicklungslinie des Unternehmens, das sich seit Jahrzehnten auf handgefertigte, leistungsstarke Sportwagen spezialisiert.
Mit der Integration dieser innovativen Kühllösung beweisen Donkervoort und Conflux, dass 3D-Druck nicht nur Gewichts- und Platzvorteile bietet, sondern auch die Performance steigern kann – selbst unter extremen Bedingungen.






