In:Sand:

Sand als neues 3D-Druck-Filament zum Bau von Häusern entwickelt

Eine Studentengruppe am IAAC in Barcelona hat mit einem sehr ungewöhnlichen Material die 3D-Drucktechnologie vorangebracht. Ein Material das einem üblicherweise und sprichwörtlich durch die Finger rinnen kann.

In:Sand
Außergewöhnliches Material, für außergewöhnliche Bauten. Könnten damit tatsächlich irgendwann Häuser in der Wüste gebaut werden? (Foto: © iaacblog.com)

Wenn es um 3D-Drucker und 3D-Filamente geht, dann zeigt das nächste Projekt, dass es heute keinerlei Grenzen mehr gibt. Bei 3D-Drucktechnologie denkt jeder zurecht nur an Plastik, Metall, Holz und wenn man sich wirklich Mühe gibt, könnte man eventuell sogar nachvollziehen, wie es möglich ist lebende Zellen zu produzieren – mehr aber wahrscheinlich nicht. Eine Studentengruppe an einer Universität in Barcelona hat herausgefunden, wie man auch mit einem sehr ungewöhnlichen Material 3D-Objekte produzieren und die Natur beeinflussen könnte.

Am Strand eine Sandburg bauen, das kann jeder. Doch wie wäre es dann auch einen 3D-Drucker zu haben, der mit Sand hochwertige Skulpturen, Formen und sogar irgendwann ganze Häuser bauen könnte? Diesem Wunsch ist nämlich jetzt einer Gruppe aus vier Studenten und Studentinnen am Institute for Advanced Architecture in Katalonien gelungen zu erfüllen. Eines der weitreichenden Ziele des Instituts ist es gemeinsam mit Studenten aus 35 verschiedenen Ländern Projekte auf die Beine zu stellen, durch die man den Bau neuer Städte und Häuser in naher Zukunft optimieren kann.

In:Sand Bindemittel
Hier zeigen die unterschiedlichen Bindemittel die endgültigen Formen (Foto: © iaacblog.com)

Schon 2010 hatte eines der Teams in Madrid ein maßstabgetreues Haus gebaut, das nicht nur mithilfe eines Additiven Herstellungsprozesses entstand, sondern ebenfalls aus Sand war. Jetzt präsentiert das Institut mit dem Projekt In:Sand die Technologie, die dahinter steht. Durch das Einmischen eines Binders in das natürliche Material, hier dem Sand, hoffen die Studenten Mutternatur zu umgehen und die Strukturen bestimmter Landformen zu kontrollieren“, das geht aus dem Blog des Instituts hervor.

Innerhalb der Projektphase wurden dafür unterschiedliche Sandstrukturen ausprobiert, die alle mit bestimmten Stoffen versetzt wurden, um die erwünschte Form zu erhalten. Wachs und Öle wurden ebenso als Bindemittel getestet, bis das Team sich endgültig für ein Sodium Thiosulfad entschied. Das eigne sich besonders gut, da es Wasser abweist und erstarrt sobald es erwärmt wird.

Für das Projekt war es aber ebenso nötig einen 3D-Drucker zu bauen, der diese beiden Materialien miteinander in bestimmte Formen bringen könnte. Und auch andere Studenten oder Designer wie Magnus Larrson hatten mit eigenen Ideen das Projekt bereichert. Larrson hatte nämlich die Idee bestimmte Bakterien in den Sand einzumischen, die ebenso in der Lage wären dem Material seinen Halt zu schenken.

Was sagt ihr dazu? Habt ihr schon einmal wo anders was von 3D-Drucksand gehört? Lasst es uns wissen! Hinterlasst dafür Eure Kommentare oder diskutiert mit uns darüber auf unserer Facebook-Seite.

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