In Hannover haben Physiker mit der Unterstützung eines 3D-Druckers eine neue Methode für die Transplantationsmedizin entwickelt. Der 3D-Spezialdrucker ermöglicht es ihnen Mäusehautzellen zu formen und auszudrucken. Die Physiker konnten in Zusammenarbeit mit Regenerationswissenschaftlern der Medizinischen Hochschule Hannover schon erfolgreiche Transplantationsversuche an Mäusen durchführen, berichtet Sat.1 Regional.
Die Forscher konnten mit dem 3D-Drucker bereits Hautzellen mit zehn Millimeter Breite und Länge sowie ein Millimeter Dicke herstellen. Die oft komplizierten Hauttransplantatioen könnten mit Einsatz dieser Technik bald nicht mehr notwendig sein. Es dürfte allerdings noch ein paar Jahre oder Jahrzehnte dauern bis Hautzellen für den Menschen möglich sind.
Auch menschliche Hautzellen möglich

Zur Herstellung der Mäusehautzellen setzen die Forscher einen „3D-Biodrucker“ ein, der mit Lasertechnik arbeitet und eine Eigenentwicklung ist. Er druckt kleine Tropfen Hydrogel mit eingebetteten Zellen und ist dazu in der Lage schichtweise individuelle Gewebe zu erschaffen. Ein Problem der gedruckten Haut sind fehlende Funktionen der echten Haut und muss im Rahmen der Forschungsarbeit gelöst werden.
In zehn bis zwanzig Jahren könnten 3D-Biodrucker die Fähigkeiten haben ganze Hautzellen und Organe mit den ihren verbundenen Funktionen echter Haut bzw. Organe auszudrucken. Die Forschung befindet sich noch in der Anfangsphase aber sollte sie erfolgreich sein, dann könnten zum Beispiel Patienten mit Verbrennungen nicht nur besser geheilt sondern auch teure Krankenhausaufenthalte erheblich verkürzt werden. Auch Tierversuche könnten mit der neuen Technologie bald der Vergangenheit angehören.






