Aufbau 3D-Drucker
Aufbau eines 3D-Druckers mit einfachen Bauteilen. (Bild © 3dprint.com)

Der Lehrer von dem wir hier reden, heißt Dustin Klenke. Er arbeitet an der Union High School und unterrichtet Physik, Robotortechnik und Biologie. Darüber hinaus ist er auch Mitglied der NSTA (National Scienece Teachers Association), die er regelmäßig besucht und wo er gelernt hat, wie man sich seinen eigenen „microstereolithographic (micro SLA)“ 3D-Drucker baut.

Die Präsentation wurde von Joe Muskin gehalten und ist Teil eines Projektes der Universität von Illinois. Die Präsentation zeigte sehr detailliert die Besonderheiten beim Bau seines eigenen 3D-Druckers, der sich in seiner Funktionsweise den 3D-Drucker Desktop-Lösungen ähnelt, die heute unter dem Namen DPL-basierte SLA Drucker bekannt sind. Alle Bauteile zusammen, die für den 3D-Drucker benötigt werden, sollen zudem nicht mehr als 20 Euro kosten (ausgenommen von dem Beamer, der benötigt wird, aber an vielen Schulen vorhanden sein dürfte).

Der 3D-Drucker arbeitet mit einem SLA-Gel, das nicht durch einen Laser, sondern durch einen einfachen Projektor polymerisiert. Dabei wird das Bild des Projektors als zweidimensionales Bild Schicht für Schicht abgebildet. Das 3D-Objekt wird mithilfe von PowerPoint-Folien in einfachen Formen abgebildet.

Schachfiguren SLA-Drucker
Das Druckverfahren bietet bietet hohe Präzision und Qualität. (Bild © 3dprint.com)

Der Prozess ist sehr ähnlich zu den Arbeitsschritten eines DLP SLA 3D-Druckers. Ein Becher wird mit flüssigem Polymer gefüllt. Die PowerPoint-Präsentation mit den verschiedenen Folien wird anschließend auf den Computer geladen. Um mit dem Drucken zu starten, wird die erste Folie der Präsentation auf die Flüssigkeit im Glas projiziert.

Jedes Bild wird für circa 5-10 Sekunden gezeigt. Nach jedem Bild muss zudem eine vollkommen schwarze Folie gezeigt werden, damit die Bühne mit dem Glas und der Flüssigkeit abgesenkt wird. Der flüssige Polymer fließt anschließend über die bereits existierende Form. Danach kann die nächste Folie abgebildet werden bis das vollständige 3D-Objekt fertig gestellt ist.

Die vom 3D-Drucker erzeugten Figuren sind relativ klein, aber dafür unheimlich detailgetreu und von höchster Qualität. Auch dieses Beispiel zeigt mal wieder, dass die 3D-Drucker auf dem Vormarsch sind und sich ihren Weg in die Klassenräume bahnen. Durch die leichte Bauweise des Druckers sind Schüler sogar dazu in der Lage ihren eigenen 3D-Drucker unter der Leitung ihres Lehrers zu bauen. Es bleibt interessant, wo und wann der nächste Schritt im Bereich der Bildung im Hinblick auf die Nutzung von 3D-Druckern gemacht wird. Was ist Eure Meinung darüber?

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