Einem Ingenieur aus Argentinien ist es gelungen, einen 3D-Metalldrucker für 2 US-Dollar herzustellen. Der 3D-Drucker kann die Metalle Titan, Gold, Platin, Eisen, Nickel, Chrome sowie Bronze drucken und setzt dabei auf ein völlig anderes Konzept als bisherige 3D-Metalldrucker.

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Der 3D-Druck mit Metall gehört zu den wohl am interessantesten Entwicklungen im 3D-Druck. Während die Liste der 3D-Drucker mehrere Seiten beträgt und hunderte unterschiedliche Filamente gedruckt werden können, ist der 3D-Metalldruck den Unternehmen vorbehalten. Die Preise für 3D-Metalldrucker liegen fast ausschließlich im sechsstelligen Euro-Bereich.

Der erste 3D-Metalldrucker, der es schafft in die heimischen Wohnzimmer einzuziehen, ist also noch ein paar Jahre von der Gegenwart entfernt. Doch die Entwicklungen im 3D-Druck weltweit könnten die Forschungen beschleunigen für Privatverbraucher bezahlbare 3D-Metalldrucker in Massen herzustellen.

Der argentinische Ingenieur Gastón Accardi gehört zu den Treibern der Technologie und bezeichnet sich selbst als führender Initiator die 3D-Drucktechnologie in Südamerika voranzutreiben. Seit nunmehr 12 Jahren arbeitet er an diesem Traum. Sein neuestes Produkt ist ein 3D-Metalldrucker, dessen Produktionskosten er auf 2 US-Dollar schätzt!

Wie funktioniert dieser 3D-Metalldrucker?

Der 3D-Metalldrucker von Gastón Accardi aus Argentinien arbeitet mit Galvanotechnik (Bild © YouTube/ Gaston Accardi).
Der 3D-Metalldrucker von Gastón Accardi aus Argentinien arbeitet mit Galvanotechnik (Bild © YouTube/ Gaston Accardi).

Anstatt auf Lasersintern, Stereolithografie oder kondensierte Filamente setzt Accaardi auf das einfache Konzept der Galvanotechnik (auch Elektroplattieren oder umgs. Galvanik genannt). Unter der Galvanotechnik wird die elektrochemische Abscheidung von metallischen Niederschlägen (Überzügen) auf Substrate (Gegenstände) verstanden.

Vereinfacht lässt sich Galvanik so beschreiben: Das Verfahren benötigt eine Energiequelle und zwei Pole. Ein Pol wird mit dem zu beschichteten Teil verbunden. Der andere Pol ist die Quelle für das Metall, welche für die Beschichtung verwendet wird. Zusätzlich wird eine elektrisch leitfähige Lösung benötigt, wie Schwefelsäure. Oder eben Zitronensaft.

Theoretisch kann der 3D-Metalldrucker von Accardi so Metalle wie Titan, Gold, Platin, Eisen, Nickel, Chrome sowie Legierungen in Bronze verwenden. Accardi ist auf der Suche nach Investoren um seinen 3D-Metalldrucker kommerziell und technisch weiterentwickelt und optimiert anbieten zu können. Er schätzt 100.000 Euro als Investment sollten dafür ausreichen. In dem nachfolgenden Video wird das Gerät vorgestellt.

Video zum 3D-Metalldrucker von Accardi

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