Das Team von E3D hat beschlossen die Produktion und den Vertrieb seiner BigBox sowie 3D-Druckteile und -Zubehör einzustellen. Ein wichtiger Punkt für das Unternehmen, aber auch für die Kunden ist, dass der Support weitergeführt wird. Und auch sonst können 3D-Drucker-Startups einiges von E3D lernen.

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Eine vase wird in der BigBox gedruckt (Bild ©E3D).

In einem langen Blogpost wurde die Entscheidung ausführlich begründet. Es war eine aufregende Zeit für das Unternehmen. Es begann einst als Kickstarter-Unternehmen mit einem bescheidenen Ziel von £ 30.000. Tatsächlich kamen £ 262.143 zusammen und überboten das eigentliche Ziel um 873 %.

Die BigBox konnte wie versprochen an alle 465 Auftraggeber geliefert werden, aber das hatte seinen Preis. Wie das Mutter-Unternehmen E3D feststellte, konnten die Aufträge nicht ausschließlich mit dem Kickstarter-Geld finanziert werden. Doch E3D übernahm den finanziellen Verlust, um bei der Fertigstellung zu helfen. Der gute Ruf sollte beibehalten werden.

Lebe Wohl, BigBox

Die erste BigBox Bild © all3dp

Warum hat sich die BigBox nicht bewährt, obwohl sie so gut gestartet ist?

Dafür gibt es mehrere Gründe. Die anfängliche sehr hohe Nachfrage bedeutete großen Arbeitsdruck, längere Produktionslaufzeiten, es gab Versandprobleme und Schwierigkeiten bei der Preisgestaltung. Die hohe Nachfrage war wahrscheinlich das größte Problem, da sie Produktionsmethode und Anlagen nicht dafür ausgelegt waren, so E3D in seiner Mitteilung.

Auch logistisch waren die vielen Varianten, Versionen und Erweiterungen der Standardmaschine nicht vorgesehen. Für die zusätzlichen Bestellungen, Verpackungen und logistischen Herausforderung musste zusätzliches Personal bereitgestellt werden. E3D betonte deutlich, dass es dem Unternehmen gut geht und weiterhin selber die BigBoxes nutzt. Die Wartung der Marlin-Firmware, der Simplify3D-Profile und die Verfügbarkeit der Ersatzteile wird sicher gut beobachtet durch die Nutzer der BigBoxen.

Zuletzt gab es einige negative Geschichten über 3D-Drucker auf Kickstarter. Es ist gut zu sehen, dass E3D trotz ihrer Erfahrung durch die Crowd-Finanzierung unversehrt geblieben ist. Außerdem meisterten sie einige schwierige Herausforderungen, hielten aber ihre Versprechungen und blieben transparent. Daran kann sich ein bestimmtes Berliner Startup, welches kürzlich mit seinem 3D-Drucker-Kampagne wegen Betrugsvorwürfen von Kickstarter geflogen ist, gerne eine Scheibe abschneiden. E3D denkt jetzt darüber nach einen nächsten Open-Source-3D-Drucker bauen. Wir drücken dem Unternehmen die Daumen!

 

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