An den Airbus Standorten in Spanien wurde die Produktion umgestellt und seit Kurzem Visiere für den Gesichtsschutz mit dem 3D-Drucker hergestellt. Mit den 3D-gedruckten Visiren soll das medizinische Personal in den spanischen Krankenhäusern vor einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus besser geschützt werden. Über 20 3D-Drucker sind im Dauereinsatz. Mehrere Hundert Schutzvisire wurden bereits ausgeliefert.

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Spanien ist eines der Länder weltweit, welches am härtesten von der Coronavirus-Pandemie getroffen wurde. Um im Kampf gegen das SARS-CoV-2-Virus zu helfen, haben sich laut einer Pressemitteilung die meisten Airbus-Standorte in Spanien zusammengetan. Sie fertigen mit 3D-Druckern Rahmen für Gesichtsschutzvisire an und wollen so das medizinische Personal vor einer Infektion mit der Lungenkrankheit COVID-19 besser schützen. Über 20 3D-Drucker arbeiten dafür rund um die Uhr.

Mehre Hundert Visiere bereits ausgeliefert

Mehrere Hundert Visiere aus PLA-Kunststoff entstanden bereits und wurden an medizinische Einrichtungen nahe der Airbus-Standorte geliefert.

„Über Nacht haben wir uns von Luft- und Raumfahrtkonzepten zu medizinischen Geräten entwickelt. Dies macht einen deutlichen Unterschied im Kampf gegen die Pandemie“, sagte Alvaro Jara, Leiter von Airbus Protospace in Getafe, Madrid.

Obwohl die Produktion an den Airbus Standorten aufgrund eines königlichen Dekrets vom 29.3.2020 stillstehen sollen, ist es den Mitarbeitern erlaubt, diese Arbeit auszuführen. Airbus in Deutschland hat sich dem Projekt angeschlossen. Das Airbus Composite Technology Center in Stade und Airbus Protospace Germany arbeiten gemeinsam mit dem 3D-Druck-Netzwerk „Mobility goes Additive“ an diesem Projekt. Sie wollen Spanien unterstützen und organisieren auch die Sammlung und den Transport von Visieren nach Madrid.

Enorme Anstrengungen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie

Mit aktuell 12.641 Toten (Stand 6.4.2020) wurde Spanien sehr hart von der Krise getroffen und ist dringend auf Hilfe angewiesen. Die Anstrengungen, mit dem 3D-Druck zu helfen, sind weltweit enorm. Der US-Automobilhersteller Ford zum Beispiel unterstützt zusammen mit GE Healthcare und 3M medizinisches Personal und Ersthelfer mit 3D-gedruckten Vollgesichtsschutzschilden und anderen Objekten. Ultimaker und BCN3D stellen ihre 3D-Drucker zur Verfügung, um so Krankenhäusern den 3D-Druck von wichtigen Ersatzteilen zu ermöglichen. Eine Übersicht vieler namhafter Unternehmen die im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie helfen finden Sie hier.

Die weltweite Makers-Szene ist sehr engagiert, Lösungen zu finden, um medizinisches Personal vor einer COVID-19-Infektion. Selbst ein kleiner Junge aus den USA hat eine Schutzmaske mit dem 3D-Drucker angefertigt, um seinen gesundheitlich vorbelasteten Onkel zu helfen. Es fehlt überall an Masken, auch bei der Polizei. Die Polizei in Ludwigsburg hat sich so kurzerhand entschlossen, selbst Gesichtsschutzvisiere herzustellen. Das gelang ihnen mithilfe eines Hobby-Makers in den eigenen Reihen.

» Mehr zum Thema: 11 kostenlose 3D-Druckvorlagen für den Kampf gegen das SARS-CoV-2-Virus und COVID-19

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