Das japanische Elektronikunternehmen Seiko Epson Corporation (Epson) hat fast fünf Jahre nach der Ankündigung in die additive Fertigung einzusteigen seinen ersten Industrie-3D-Drucker vorgestellt. Der 3D-Drucker funktioniert mit dem Flachschnecken-Extrusionsverfahren und kann verschiedene Pellet-Materialien verarbeiten. Wir stellen alle bisher bekannten Details einmal vor.

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Das japanische Elektronikunternehmen Seiko Epson Corporation hat in einer in einer Pressemitteilung seinen ersten industrietauglichen 3D-Drucker angekündigt. Im November 2017 haben wir erstmals über die Pläne des Unternehmens über den Einstieg in die additive Fertigung berichtet. Auf der heute beginnenden International Robot Exhibition in Japan präsentiert Epson den Prototypen seines ersten 3D-Druckers.

Epson beschreibt die Flachschnecken-Extrusionstechnologie seiner Maschine als eine Neuheit, die es dem System ermöglicht, viele verschiedene Pelletmaterialien, wie Harzgranulate, Metallpellets und Hochleistungsthermoplaste wie PEEK zu verarbeiten.

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Details zum Epsons 3D-Drucker

Epson-Präsident Minoru Usui gibt in der Mitteilung an, dass der erste Epson 3D-Drucker ein Großformat-3D-Drucker und für den industriellen Einsatz geeignet wäre. Er solle es den Benutzern ermöglichen, mit jedem Material zu drucken. Das Unternehmen möchte mit seinem 3D-Drucker „alles verändern“. Eines der Ziele von Epson ist laut Usui, dass damit beliebige Materialien gedruckt werden können.

Es ist noch nicht sehr viel über das Gerät bekannt. Der 3D-Drucker soll „starke und genaue“ Industrieteile für funktionale Prototypen und Anwendungen in der Serienproduktion mit geringem Volumen ermöglichen. Wo herkömmliche Industriesysteme spezielle Materialien erfordern, kann die Maschine von Epson laut dem Unternehmen mit allen Arten von „allgemein erhältlichen Pellets von Drittanbietern“ drucken.

3D-Drucker Epson
Epson stellt den Prototypen seines ersten 3D-Druckers vor (Bild © Epson).

Neuartige Materialextrusion

Das neue Materialextrusionsverfahren von Epson soll das ermöglichen. Eine Inline-Schnecke mit abgeflachter Konfiguration wird als Düse genutzt, ähnlich wie sie in Spritzgießmaschinen von Epson vorkommen. Zu den kompatiblen Granulaten gehören Polymere, umweltfreundliche Biomasse-Pellets oder Metalle. Pellets zu verwenden ist deutlich günstiger als die Arbeit mit Filament. Hersteller können so sehr viel Geld einsparen. Granulierte Rohstoffe eignen sich für deutlich höhere Druckgeschwindigkeiten, wodurch auch mit einer Beschleunigung der Vorlaufzeiten zu rechnen sei.

Der Epson 3D-Drucker kann das Volumen des extrudierten Materials steuern, indem er den Druck im Druckkopf und die Wirkung eines Ventils in Kombination mit der Vorschubgeschwindigkeit reguliert. Die Steuerung der Temperatur an der Oberfläche des gedruckten Teils ist zur Verbesserung der Festigkeit während des Druckvorgangs notwendig.

Materialextrusion
Der 3D-Drucker von Epson arbeitet mit einer neuartigen Form der Materialextrusion (Bild © Epson).

Das Unternehmen schrieb:

„Dieser 3D-Drucker wurde entwickelt, um starke, genaue Objekte mit allgemein verfügbaren Materialien herzustellen, was die Verwendung des Druckers bei der Herstellung von Industrieteilen für Endprodukte erleichtert. Es eignet sich ideal für die kundenspezifische Massenfertigung, da es kleine Chargen von Teilen produzieren kann, die auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten sind, mit höherer Qualität, kürzeren Vorlaufzeiten und zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher Fertigungsverfahren.“

Über alle weiteren Produktneuheiten von Epson aus dem Bereich der additiven Fertigung berichten wir auch zukünftig im 3D-grenzenlos Magazin-Newsletter (hier abonnieren).

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