Lithoz hat die Einführung seines neuen keramischen 3D-Drucksystems angekündigt, das über eine signifikant größere Baukapazität verfügt als das aktuelle Flaggschiff-Modell, der CeraFab S65. Der neue 3D-Drucker, das CeraFab System S320, bietet eine Bauplattform von 245 x 130 x 320 mm und soll die Serienproduktion mittelgroßer technischer Keramikbauteile ermöglichen. Das Bauvolumen ist etwa fünfmal größer als das des CeraFab S65, obwohl beide Drucker äußerlich gleich groß sind.
Wie seine Vorgänger basiert auch das CeraFab System S320 auf dem bewährten Lithografie-basierten Keramikfertigungsverfahren (LCM) von Lithoz. Es bietet eine Auflösung von 60 µm und nutzt ein 4K-Projektionssystem für präzise Druckergebnisse.
Präsentation auf der Formnext 2024 angekündigt

Lithoz plant, das neue CeraFab System S320 im Rahmen der Fachmesse Formnext 2024, die vom 19.-22.11. in Frankfurt am Main stattfindet, zu präsentieren. Begleitend zur Ankündigung des 3D-Druckers werden auch zahlreiche Anwendungen der Lithoz-Technologie gezeigt. Darunter befinden sich keramische Bauteile wie Filter, Gusskerne für effizientere Turbinenschaufeln und Komponenten für die Halbleiterindustrie.
Ein besonderes Exponat auf der Messe wird ein Gasverteilerring mit einem Durchmesser von 380 mm sein, der von Alumina Systems aus Aluminiumoxid gefertigt wurde. Dank der LCM-Technologie von Lithoz zeichnet sich der Ring durch seine Leichtigkeit und dünne Wandstärke aus und bietet somit Leistungsverbesserungen gegenüber konventionell hergestellten Bauteilen.
Zudem wird den Messebesuchern eine Nachbildung eines weltweit ersten subperiostalen Kieferimplantats vorgestellt. Dieses wurde in Zirconia gedruckt und konnte bereits erfolgreich bei einem Patienten eingesetzt werden.
Die Keramik-3D-Drucker von Lithoz finden zunehmend in unterschiedlichen Branchen Anwendung, darunter das Gesundheitswesen und staatliche Institutionen. Die Verkaufszahlen der Maschinen stiegen im Jahr 2023 um 30 % im Vergleich zum Vorjahr. Zu den aktuellen Installationen zählt eine zweite Lithoz-Maschine beim Sandia National Laboratory in den USA. Auch das britische Manufacturing Technology Centre (MTC) entschied sich im Jahr 2023 für den Erwerb einer CeraFab S65, um den keramischen 3D-Druck für industrielle Anwender in Großbritannien voranzutreiben.
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