Startup:

Millebot integriert seinen 3D-Drucker „Mille“ in einen Schiffscontainer

Das in der Konstruktionsbranche tätige Start-up Unternehmen Millebot hat unter der Bezeichnung „Mille“ einen industriellen 3D-Drucker entwickelt, der in einem Schiffscontainer untergebracht ist und auch Beton als Druckmaterial einsetzt. Er soll weltweit verschifft werden.

Mille LogoEinsatzmöglichkeiten dieser großen Fertigungsmaschine sieht das Unternehmen nicht nur im Bauwesen, sondern auch in der Katastrophenhilfe, in der Luft– und Raumfahrt und weiteren Bereichen.

Gerade bei der Nutzung des 3D-Drucks in der Bauindustrie galt es bislang aber einige Hindernisse zu überwinden, so unter anderem die Mobilität, die Energieversorgung und den Schutz vor Witterungseinflüssen. Während manche Unternehmen dies beispielsweise so lösen, dass 3D-Drucker auf einer Raupe bewegt werden (CYBE Bau), hat sich die in Winter Park (US-Bundesstaat Florida) ansässige Millebot Inc. diesen Problemen anders genähert.

Ihr 3D-Drucker wird in einem Standard-Container untergebracht, so dass er sowohl über das Meer, auf der Schiene und auch auf der Straße transportiert werden kann. Zum ersten Mal präsentiert wurde die Fertigungsmaschine im Oktober 2017 auf der Maker Faire Orlando.

Mille 3D-Drucker
Der „Mille“ 3D-Druckers im Container (Bild © Screenshot YouTube/Studio Nine 13).

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges entwickelte standardisierte Versandcontainer-System ermöglichte es Unternehmen weltweit, ihre Versandkosten erheblich zu senken und zugleich den weltweiten Handel zu fördern. Diesem System hat sich Millebot angeschlossen und sorgt so dafür, dass seine einzigartigen 3D-Drucker in alle Welt versandt werden können. Zugleich ist so auch in höherem Maße gewährleistet, dass die Maschinen vor und nach der Lieferung unbeschädigt bleiben.

Millebot hat den Mille 3D-Drucker als Konzept für die „Fabrik der Zukunft“ angekündigt. Dieser 3D-Drucker bietet seinen Nutzern viele additive und subtraktive Herstellungsmöglichkeiten und ist mit Multi-Head-Werkzeugen ausgestattet. Der Drucker kann sowohl das vom Unternehmen angebotene selbsthärtende Tonmaterial, aber auch Sandmischungen, Recyclingglas und Kunststoffmischungen nutzen und daraus Objekte und Strukturen erzeugen. Nach Angaben des Herstellers sind diese Strukturen 3 – 5 Mal härter als Zement oder roter Backstein. Das proprietäre Tonmaterial wurde von Millebot und Dr. John Pojman, dem Präsidenten von Pojman Polymer Products, entwickelt.

Teilansicht des Druckers.
Der von Millebot hergestellte 3D-Drucker wird in einem Schiffscontainer befestigt (Bild © Screenshot; YouTube/@Studio Nine 13).

Die gedruckten Objekte bzw. Strukturen können es auf eine Baugröße von bis zu 70 x 265 x 70 Zoll bringen, sofern der 40 Fuß 3D-Drucker zum Einsatz kommt. Es gibt mit der 20 Fuß-Variante auch noch eine kleinere Ausführung des Druckers.

Ein weiterer Vorteil dieses Druckers liegt in seiner Geschwindigkeit. Berichten zufolge bringt er es auf eine Leistung von 200 mm/s bzw. 500 Zoll pro Minute und lässt sich sowohl für den leichten als auch den schweren Gebrauch optimieren. Zugleich gibt das Millebot-Team an, den Drucker innerhalb von 60 bis 90 Tagen liefern zu können. Wahrscheinlich werden dafür die Standard-Container-Versandrouten genutzt.

Betonstrukturen.
Mit dem Mille 3D-Drucker gefertigte Strukturen (Bild © millebot.com).

Das Unternehmen geht davon aus, den Mille 3D-Drucker für den kommerziellen Gebrauch innerhalb eines Jahres in vier Varianten anbieten zu können. Geplant sind

  • bei einer Größe von 40 Fuß eine schwere Ausführung von 65 x 265 x 65 Zoll sowie eine leichte Ausführung von 70 x 265 x 70 Zoll und
  • bei einer Größe von 20 Fuß eine schwere Ausführung von 65 x 132 x 65 Zoll sowie eine leichte Ausführung von 70 x 132 x 70 Zoll.

Sobald neue Informationen über den Mille 3D-Drucker vorliegen, wird 3d-grenzenlos in seinem Newsletter darüber berichten.

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