Nicht nur die Entwicklung von 3D-Druckern hat in den letzten Monaten einen Riesenaufschwung erleben können, auch die Materialien, mit denen Objekte hergestellt werden, variieren in Form und Ursprung. Während manche noch darauf warten, dass SLA- oder SDL-Druckfilamente günstiger werden, haben andere schon neue Ideen, wie sie Materialien entwickeln können. So auch ein Unternehmen auf der Expo in Südkorea vergangener Woche.

Wir haben bereits erleben können, wie Carbon 3D mit dem „CLIP“-Verfahren die 3D-Druckwelt im Sturm erobert hat. Jetzt hat das chinesische Startup-Unternehmen Owl Works einen 3D-Drucker entwickelt, der mit der noch unbekannten LIPS-Technologie arbeitet. Auf der 3D-Druckkonferenz und Expo in Seoul wurde der Morpheus AM vorgestellt, ein Gerät das dem Kunstharz-Markt gefehlt hat.
Noch ist wenig bekannt über den 3D-Drucker, doch soll in diesem Monat schon eine Kickstarter-Kampgane dazu gestartet werden, durch die sich jeder selbst davon überzeugen soll. So viel ist aber schon sicher, es ist keinesfalls eine Kopie der Carbon 3D-Maschinen. Der Morpheus AM arbeitet nämlich nicht mit Lasern, DLP-Projektionen oder dem „CLIP“-Verfahren, sondern viel mehr mit LIPS, (Light Induced Planar Solidification), einem „Lichterstarrungsverfahren“. Dabei wird LCD verwendet, um Fotomasken auf Harz anzubringen, die wiederum mit Fotohärtungen versiegelt werden. Es geht hierbei nicht wie bei „CLIP“ um chemische Reaktionen, sondern um mechanische Funktionen.
Bis auf das Verfahren ist noch wenig bekannt. Lediglich der Preis, der sich auf 3.000 US-Dollar beläuft, und die Druckgeschwindigkeit, 30 Sekunden pro Schicht, wurden bekanntgegeben. Doch so weit lässt sich der Morpheus AM 3D-Drucker durchaus sehen: Die Druckqualität lässt nichts zu wünschen übrig, wie das Video (siehe unten) beweist: ein eindrucksvolles, detailgetreues Duplikat des Notre Dames konnte mit dem neuen Gerät hergestellt werden. Wir dürfen gespannt sein, wann der Drucker auf dem Markt kommt.
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Hier das Video zum Morpheus AM:
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