Das Indian Institute of Science (IISc) hat zusammen mit dem 3D-Druckunternehmen Wipro 3D ein neues Metall-3D-Drucksystem entwickelt, das mit dem EBM-Verfahren arbeitet. Der EBM-Metalldrucker befindet sich aktuell noch in einer frühen Entwicklungsphase, soll aber in naher Zukunft in ersten Industrieunternehmen in Indien erstmals Anwendung finden.

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Wipro 3D und die Indian Institution of Science (IISc), beides Unternehmen bzw. Einrichtungen in Indien, haben gemeinsam einen neuen 3D-Metalldrucker entwickelt. Das System arbeitet mit der EBM-Technologie (Electron Beam Melting) und ermöglicht so Bauteile mit einer höheren Teiledichte, als bei anderen 3D-Druckverfahren. Möglich macht das bei der EBM-Technologie ein verbessertes Wärmemanagement. Vice President und Business Head Ajay Parikh erklärt in der Indian Times, dass es sich bei der neuen Maschine um Indiens ersten EBM-Pulverbettfusions-3D-Drucker handelt.

3D-Metalldruck im Erlebniszentrum in Bengaluru

Am Hauptsitz von Wipro 3D, in Bengaluru in Indien, entstand erst kürzlich ein 12.000 Quadratmeter großes Erlebniszentrum für den Metall-3D-Druck. Kunden und Interessierte können sich dort von den 3D-Druckanwendungen von Wipro und dem Metalldruck im Allgemeinen überzeugen. Der neue Metall-3D-Drucker soll auch in Bengaluru eingesetzt werden, befindet sich momentan aber noch in einer frühen Entwicklungsphase. Bis das System weltweit einsetzbar ist, wird noch einige Zeit vergehen, berichtet das Unternehmen auf seiner Website.

3D-gedruckte Auspuffdüsen
Wipro 3D und das IISc haben ein EBM-3D-Drucksystem entwickelt (Bild © Wipro 3D).

Nachdem Wipro 3D 2012 gegründet wurde, arbeitete das Unternehmen 2016 mit Authentise zusammen, einem Entwickler von additiver Prozessautomatisierungssoftware. 2017 kam es zu einer Zusammenarbeit mit Print Form. EOS ist ebenfalls ein strategischer Partner von Wipro 3D. Wipro 3D gehört zu den wichtigsten Unternehmen in der indischen 3D-Druckbranche. In Indien ist man aber in anderen 3D-Druckbereichen erfolgreich. Dem Inder Amit Bhanot wurde 2018 mit einem Titan-Implantat seine Beweglichkeit zurückgegeben.

Hintergründe zum Indian Institute of Science

Beim IISc handelt es sich um eine Einrichtung, die 1909 als Ergebnis der Bemühungen des indischen Pionierindustriellen Jamsetji Nusserwanji Tata und der indischen Regierung entstand. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte es sich zum führenden Institut für fortgeschrittene wissenschaftliche und technologische Forschung und Bildung in Indien. Heute befinden sich dort 39 Abteilungen und 3500 Studenten.

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