Das Münchner Unternehmen additive elements hat seine Forschungsergebnisse zur Herstellung dichter Kunststoffbauteile im Binder Jetting 3D-Druck-Verfahren vorgestellt. Wir stellen die Ergebnisse vor.

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Logo additive elementsDas Unternehmen additive elements aus München hat per Binder Jetting-3D Druck ein neues Verfahren zur Herstellung dichter Kunststoffbauteile entwickelt und auf der formnext vorgestellt. Aktuell ist per Binder Jetting nur die Fertigung poröser Bauteile zum Beispiele aus Sand oder Gips möglich. Die Verfahren erfordern einen anschließenden Infiltrationsprozess, um dem gedruckten Objekt eine gewisse Festigkeit zu verleihen. In Bezug auf die Produktion von Funktionsbauteilen oder Endprodukten handelt es sich um eindeutige Ausschlusskriterien.

Das Materialsystem AE12 der Münchener additive elements tritt hier ein, denn damit lassen sich wirtschaftlich hochwertige Kunststoffbauteile herstellen. Bei der Entwicklung stand besonders die Minimierung der Porosität im Mittelpunkt. Es basiert auf PMMA-Kunststoff, auch als Acrylglas bekannt.

Das nicht beim 3D-Druck unverbrauchte Pulver ist vollständig wiederverwendbar. Mit der Skalierbarkeit auf große Maschinen lassen sich theoretisch Bauteile von mehreren Metern Größe mit dem Verfahren herstellen. Die Bauteile aus AE12 sind nicht für Hochleistungsanwendungen ausgelegt, doch Endprodukte in verschiedensten Bereichen sind durchaus als Zielanwendung denkbar, so additive elements in einer Mitteilung gegenüber 3D-grenzenlos.

Bei der Herstellung werden explizit Binder-Jetting 3D-Drucker der Firma Voxeljet verwendet, jedoch kann das AE12 Materialsystem auch mit anderen Anlagen der gleichen Technologie eingesetzt werden. Nach Herstellerangaben soll das innovative Materialsystem bereits Mitte 2017 auf unterschiedlichen Anlagetypen zur Verfügung stehen. Bis zur Markteinführung wird AE12 im Vorfeld mit ersten Betakunden getestet. Musterteile können auf Anfrage direkt bei additive elements angefordert werden.

Wie Firmengründer Thilo Kramer erklärte, werden Kunststoffteile zu einem Bruchteil mit additiven Fertigungsverfahren herstellbar sein. Dies sei für viele Branchen ausschlaggebend für den Einsatz von Produkten aus einem 3D-Drucker. Vor dem Verkaufsstart wird das Materialsystem auf noch größere Produktionsanlagen skaliert und für die unterschiedlichen Anlagen ausgelegt.

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