Der US-Autokonzern Ford hat für sein neues Leichtbau -3D-Druckverfahren über den Patent- und Urheberrechtsverband Ford Global Technologies LLC ein Patent für den Druck von Leichtbaubremsscheiben eingereicht (siehe hier).

Das Leichtbau-3D-Druckverfahren bezeichnet eine Methode zur Lasermetallabscheidung (LMD) mit dem Namen Laser Depositing Welding (LDW). Mit der LDW-Technik wird neues Material zu einem vorgefertigten Trägermaterial hinzugefügt. Traditionell werden Bremsscheiben aus Gusseisen gefertigt und anschließend bearbeitet.

50% Gewichtsreduzierung durch Aluminium

Ford plant es, Aluminium als Material für die Herstellung von Bremsscheiben einzusetzen und verfolgt dabei das Ziel eine Gewichtsreduzierung von 50 Prozent zu erreichen. In dem Patentantrag beschreibt der Autokonzern einige Nachteile, die Aluminium gegenüber Gusseisen hat. Gegenüber Graugussmaterial verfügen Aluminiumlegierungen nicht über die erforderliche Abriebfestigkeit und der Schmelzpunkt von Aluminium-Gusseisen-Legierungen liege bei weniger als 650 Grad Celsius.

Detailansicht Bremsscheibe
Die Bremsscheibe von Ford soll dank Aluminium nur noch halb so schwer sein (Bild © Ford).

Bei mehreren Bremsvorgängen werden die Bremsscheiben durchschnittlich 750 Grad Celsius heiß, was zu einer Verflüssigung des Aluminiums führen würde. Das neue Verfahren muss ein Gleichgewicht zwischen den Leit- und Lichteigenschaften finden, damit das Material gestärkt und der Schmelzpunkt erhöht wird.

Gleichgewicht zwischen Leit- und Lichteigenschaften durch Reibungsring

Das Problem löst Ford mit einem Reibungsring, der mit Laser-Abscheidungsschweißen der Bremsscheibe hinzugefügt wird. Beim schmelzmetallurgischen Aufbau des Reibrings mittels Laserauftragsschweißen oder 3D-Druckverfahren verfügt die schnell erstarrte Aluminiumlegierung in Pulverform weiterhin über seine positiven mechanischen Eigenschaften. Das Ergebnis sei eine hohe thermische Stabilität und Abriebfestigkeit des Reibrings. Auf eine Nachbeschichtung kann daher verzichtet werden.

Erst Anfang des Jahres hathe  Ford 50 Millionen Euro in das 3D-Druckunternehmen Desktop-Metal investiert und forciert mit dem neuen Patent auch seine Bemühungen die 3D-Drucktechnologie weiter in die Fertigungsprozesse zu integrieren, um schnelle und zu geringeren Kosten Fahrzeugteile produzieren zu können.

» 150 Beispiele für den Einsatz von 3D-Druck in der Automobilindustrie

Das 3D-Druckverfahren - die einzelnen Schritte
Ford möchte sein Leichtbau 3D-Druckverfahren patentieren lassen (Bild © Ford).
Anzeige

Topseller der 07. Kalenderwoche 2026

3D-DruckerNameGerätetypBester PreisShopReview
1Anycubic Kobra S1 Combo3D-Drucker519,00 €kaufenTestbericht
2Anycubic Kobra 3 Combo3D-Drucker329,00 €kaufen
3Creality K2 Plus Combo3D-Drucker1399,00 €kaufen
4Creality Falcon2 Pro 40WLasergravierer999,99 €kaufen
5QIDI TECH Plus 43D-Drucker749,00 €kaufen
6Mecpow X4 Pro 22WLasergravierer589,00 €kaufen
7SOVOL SV083D-Drucker520,44 €kaufen
83DMakerpro Seal3D-Scanner469,00 €kaufen
9Creality RaptorX3D-Scanner3379,00 €kaufen
10Artillery Sidewinder X4 Plus S13D-Drucker280,56 €kaufen
11Creality CR-Scan Otter3D-Scanner629,00 €kaufen

Eigenes Projekt vorstellen: Du erstellst außergewöhnliche Objekte mit Deinem 3D-Drucker, Lasergravierer oder 3D-Scanner? Du möchtest Dein Wissen teilen? Schreibe eine How-To-Anleitung, ein Making-of, eine Vorstellung von deinem Projekt.
Werde Autor: Du schreibst gerne und es macht dir Spaß dich mit Themen wie 3D-Druck und anderen Technologiethemen der Makers-Szene außeinanderzusetzen?
Kontaktiere uns!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert