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Fudan Universität Shanghai: Mit 3D-Drucker siamesische Zwillinge trennen

In einem Kinderkrankenhaus in Shanghai sollen siamesische Zwillinge voneinander getrennt werden und das mithilfe von 3D-Druckern. Duplikate der Säuglinge sollen helfen den Eingriff zu üben. 

Gerade dann, wenn man denkt, dass man bereits alles gesehen haben muss, was 3D-Drucktechnologie zu bieten hat, erreichen einem immer wieder neue Einsätze. In der Medizin haben sich 3D-Drucker bereits ausgezahlt. Unzählige operative Eingriffe und Erstellungen von Transplantationsobjekten sind schon geglückt, doch nun erstaunt uns ein Fall aus China, der zeigt, das das Pensum noch längst nicht erreicht wurde.

3D-Duplikate

Die siamesischen Zwillinge sind an ihren Hinterleiben miteinander verbunden. Exakte Duplikate sollen helfen den riskanten Eingriff zu üben (Foto: © chinanews.com)

Am 17. März 2015 erblickten zwei Säuglinge das Licht der Welt. Es sind siamesische Zwillinge, die an ihren Hinterleiben miteinander verbunden sind. Morgen sollen sie im Kinderkrankenhaus der Fudan Universität in Shanghai voneinander getrennt werden – das erstaunliche: 3D-Drucktechnologie spielt dabei eine essentielle Rolle. Gleich nach ihrer Geburt wurden die Säuglinge in das genannte Krankenhaus eingeliefert um dort ihre Entwicklung zu dokumentieren und sicherzustellen, dass sie nicht krank werden.

Genau 81 Tage nach ihrer Geburt soll der Eingriff durchgeführt werden. Das Kinderkrankenhaus hat seit 2009 etliche siamesische Zwillinge voneinander getrennt, die vor allem an Brust und Hinterleib mit einander verbunden waren, doch der Fall der jetzigen Zwillinge ist wenig bis gar nicht vorgekommen. Während beide Säuglinge fast alle eigene Körperteile besitzen und diese unabhängig von einander nutzen können, birgt der Eingriff dennoch ein hohes Risiko, da sie sich ein Verdauungstrakt teilen, der noch während der Operation an einem der Säuglinge ersetzt werden müsste. Und genau da soll ein 3D-Drucker helfen.

Hierfür wurden dank 3D-Drucktechnik zwei künstliche Säuglinge ausgedruckt, die genau wie die echten, miteinander verbunden sind. Alle Bedingungen wurden dabei berücksichtigt. Hautfläche und Gelenke wurden genauso an die Puppen angebracht, dass sie den Ärzten die gleichen Bedingungen bereitstellen. So bietet sich ihnen die Möglichkeit den Eingriff präzise nachzuspielen und immer wieder zu üben. Die AngelMom Charity Foundation, eine Organisation aus China, hat dabei keine Kosten gescheut und dem Ärzteteam dafür mit über 32.000 US-Dollar ausgeholfen, sodass es sich den Druck der Puppen auch leisten konnte. Die Spender haben damit nicht nur dafür gesorgt, dass die Zwillinge eine hohe Überlebenschance erhalten, auch die 3D-Drucktechnologie wurde damit einen Schritt weiter gebracht.

Was sagt ihr zu diesem 3D-Druckeinsatz? Hinterlasst Eure Kommentare oder diskutiert mit uns darüber auf unserer Facebook-Seite.

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