Der bayerische Automobilhersteller BMW beginnt mit der Produktion seiner Wasserstoff-Kleinserie BMW iX5 Hydrogen. Diese wird unter anderem auch mit einigen 3D-Druck-Komponenten ausgestattet. Das erste Sports Activity Vehicle (SAV) mit Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technologie soll ab Frühjahr 2023 erhältlich sein.

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Die BMW Group berichtet in einer Pressemitteilung über den Start der Produktion ihres wasserstoffbetriebenen Fahrzeugmodells BMW iX5 Hydrogen. Das wasserstoffbetriebene Kleinserienfahrzeug wird in der Pilotanlage des Münchner Forschungs- und Innovationszentrums (FIZ) hergestellt. Einige der Komponenten werden exklusiv für das wasserstoffbetriebene SAV produziert. Zum Teil entstehen diese auf dem Additive Manufacturing Campus, dem 3D-Druck-Kompetenzzentrum der BMW Group, das im April 2022 einen M1 Metall-3D-Drucker von MX3D installiert hat und das Teil der Pilotanlage ist.

Technologiedemonstrator für lokal CO2-freie Mobilität

Das erste Sports Activity Vehicle (SAV) mit Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technologie hat in der Entwicklungsphase ein intensives Testprogramm unter anspruchsvollen Bedingungen absolviert. Ab Frühjahr 2023 wird es in ausgewählten Regionen als Technologiedemonstrator für lokal CO2-freie Mobilität eingesetzt. Im Pilotwerk der BMW Group in München entsteht erstmals jedes neue Modell einer der Marken, die zu BMW gehören. Dort arbeiten 900 Menschen im Karosseriebau, in der Montage, im Modellbau, im Konzeptfahrzeugbau und in der additiven Fertigung. Spezialisten der Wasserstofftechnologie, der Fahrzeugentwicklung und der Erstmontage fertieng gemeinsam neue Modelle mit hochmodernen Antriebs- und Energiespeichertechnologien.

Im BMW Group Werk Spartanburg in den USA sind die ersten Basisfahrzeuge für das Wasserstoffmodell entstanden und werden von dort ins Technikum geliefert. Hier erhalten sie eine neue Bodengruppe, die es ermöglicht, die beiden Wasserstofftanks im Mitteltunnel und unter der Rücksitzeinheit unterzubringen. Das modellspezifische 12-Volt- und 400-Volt-Bordnetz, die Hochleistungsbatterie, der Elektromotor und die Brennstoffzelle werden in der Montagephase neben Serienteilen integriert. Der gemeinsam mit der Hochleistungsbatterie im Hinterachsbereich positionierte Elektromotor ist ein Produkt der aktuellen BMW eDrive Technologie der fünften Generation.

Mitarbeiter bei Montage
Der BMW iX5 Hydrogen (im Bild) wird im Pilotwerk der BMW Group im Forschungs- und Innovationszentrum München gebaut (Bild © BMW Group).

Vorteile des emissionsfreien Antriebssystems

Im BMW iX5 Hydrogen sind alle Vorteile eines lokal emissionsfreien Antriebssystems mit herausragender Alltagstauglichkeit und Langstreckentauglichkeit vereint. Die Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technologie wird dadurch zu einer attraktiven ergänzenden Alternative zum batterieelektrischen Antriebssystem. Kunden, für die kurze Tankstopps und hohe Reichweiten ein Muss sind, und die in Regionen unterwegs sind, wo es an ausreichender Ladeinfrastruktur fehlt, profitieren besonders davon.

Stimmen der Verantwortlichen

Frank Weber, Vorstand Entwicklung der BMW AG, sagte:

„Wasserstoff ist ein vielseitiger Energieträger, der auf dem Weg zur Klimaneutralität eine Schlüsselrolle spielen wird. Wir sind uns sicher, dass Wasserstoff für die individuelle Mobilität deutlich an Bedeutung gewinnen wird und halten daher eine Mischung aus Batterie- und Brennstoffzellen-Elektroantrieb langfristig für sinnvoll. Da Brennstoffzellen auch keine kritischen Rohstoffe wie Kobalt, Lithium oder Nickel benötigen, stärken wir mit der Investition in diese Antriebsart auch die geopolitische Widerstandsfähigkeit der BMW Group. Mit unserer BMW iX5 Hydrogen Testflotte werden wir neue und wertvolle Erkenntnisse gewinnen, um den Kunden ein attraktives Produktangebot präsentieren zu können, sobald die Wasserstoffwirtschaft flächendeckend Realität wird.“

Milan Nedeljković, Mitglied des Vorstands der BMW AG, verantwortlich für die Produktion, sagte:

„Die Produktion des BMW iX5 Hydrogen und der von BMW entwickelten Brennstoffzellensysteme demonstriert unsere höchste Flexibilität und unser einzigartiges Know-how im Bereich der Kleinserienfertigung. Sie zeigt, dass wir bereits über die notwendige Expertise verfügen, um die Wasserstofftechnologie als zusätzliche Antriebsart in das Produktionssystem der BMW iFACTORY zu integrieren.“

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