3D-gedruckte Fußprothesen von Mecuris sind nun CE-zertifiziert und frei auf dem Markt erhältlich. Der 3D-Druck soll hier das Herstellungsverfahren beschleunigen und eine individuelle Anpassung ermöglichen. Die CE-Zertifizierung stellt sicher, dass europäische Normen und Prüfungen eingehalten werden.

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Mecuris ist ein Orthesen- und Prothetikhersteller mit Sitz in München, der viele innovative Ideen hat. Zum Beispiel die Herstellung individuell angepasster Fußprothesen aus dem 3D-Drucker.

Um die CE-Zertifizierung für die NexStep-Prothese (sowie seine FirStep-Prothese für Kinder) zu erhalten, musste die 3D-gedruckte Prothese eine Reihe von Tests bestehen. Zum Beispiel einen mechanischen Langzeit-Haltbarkeitstest und Lastendauertest. Die Prothese ist kräftig und widerstandsfähig, sie hält auch nach 3 Jahren Nutzung noch einem Treppenstufensprung stand. Das wurde in einem Test simuliert.

Carolin Taubmann, Qualitätsmanagement & Simulation bei Mecuris, ist zuständig für die Produktentwicklung und -Qualität und nutzt die Möglichkeiten der Computersimulation mit dem digitalen 3D-Modell der Fußprothese.

Das CE-Zertifikat auf der Fuß-Prothese
Das CE-Zertifikat auf der Prothese (Bild ©Mecuri).

Laut Manuel Opitz, CEO von Mercuris, ist sein Unternehmen das erste Unternehmen welches CE-zertifizierte Prothesen aus dem 3D-Drucker in seinem Angebot hat. Das bringt der Firma einige Vorteile im Wettbewerb und soll auch auf weitere Produkte ausgeweitet werden. Als Nächstes steht eine wasserdichte Fußprothese auf dem Projektplan (für mehr Infos unseren Newsletter abonnieren).

Der große Vorteil  der 3D-gedruckten Prothesen ist die geringere Wartezeit für den Patienten, der seine Prothese viel schneller erhält als bei konventionellen Herstellungsverfahren. Der behandelnde Arzt lädt ein Modell in die Cloud von Mecuris. Zum Beispiel in Form von einem CT-, MRT- oder einem 3D-Scan. Die Software von Mecuris erstellt daraus eine 3D-Anatomie.

Das Design wird schließlich individuell an die Bedürfnisse des Kunden angepasst und mit Hilfe eines Technikers lassen sich individuelle Sonderwünsche des Patienten beachten. Danach wird das digitale 3D-Modell für den 3D-Druck an ein zertifiziertes 3D-Druckzentrum vor Ort gesendet. Das ganze Prozedere – vom Erstkontekt zum Kunden bis zur fertigen Prothese soll zukünftig innerhalb von 48 Stunden erledigt sein. Die Online-Plattform von Mercuris mit eigener Cloud ist einfach und intuitiv, so dass kein Anwender CAD-Kenntnisse benötigt.

3D-gedruckte Fußprothese
Mecuris Nexstep CE-zertifizierte Prothese aus dem 3D-Drucker (Bild © Mecuris).

Mercuris wurde für seinen innovativen Herstellungsprozess zum „Start-up des Jahres“ nominiert. Auf 3D-grenzenlos finden Sie außerdem viele weitere Beispiele über Prothesen aus dem 3D-Drucker.

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