Prototyp sorgt für Verwirrung:

Kartenleser aus dem 3D-Drucker soll Geldautomaten-Skimming verhinden

Skimming steht für „Abschöpfen“ oder Betrug. Die so genannten Karten-Skimmer sorgen bis heute regelmäßig für negative Schlagzeilen in der Bankenwelt, doch mit einem Kartenlesern aus dem 3D-Drucker könnte die Zahl dieser Straftaten nun reduziert werden. Entdeckt wurde ein Prototyp durch einen Zufall.

Der Blogger Tom Nardi stellte auf dem Event Hackaday einen gedruckten Kartenleser vor, den er in einem Geldautomaten installiert vorfand und fotografierte. Wie er auf hackaday.com schreibt, sei der vorgefundene Kartenleser in den Automaten komplett integriert gewesen und warnte Nutzer vor den Gefahren der Karten-Skimmer. Beim Karten-Skimming stehlen Kriminelle mit täuschend echten Kartenlesern (Modifizierte Aufsetzer auf den Karteneingabeschlitzen bei Geldautomaten) die Kartendaten von Bankkunden, um die Konten der Karteninhaber anschließend leer zu räumen. Jedoch handelte es sich bei dem gefundenen 3D-gedruckten Kartenleser um ein Gerät, das dem Schutz vor Skimmern dient, wie sich später herausstellte.

Kartenleser aus dem 3D-Drucker
Kein s.g. „Skimmer“: Der Kartenleser aus dem 3D-Drucker wurde vom Betreiber zum Schutz seiner Kunden installiert (Bild © hackaday.com/Tom Nardi).

Und das kam so: Tom Nardi schickte ein Foto des Geräts mit potenziellem Skimmer an den Besitzer des Geldautomaten, damit keine Kunden auf den unechten Kartenleser reinfallen und der Geldautomaten-Betreiber schnell handeln kann. Er erhielt jedoch die Antwort von dem Besitzer, dass es sich um einen speziellen, 3D-gedruckten Kartenleser vom Betreiber handelte und sei eben kein gefährlicher Kartenskimmer. Das Gerät sei ein 3D-Kartenleser, der die Original-Hardware des Geldautomaten ersetzt, um den Einsatz von Karten-Skimmern zu verhindern. Damit kommen nicht zum ersten Mal Objekte aus dem 3D-Drucker zum Schutz persönlicher Daten zum Einsatz. Im Bereich WLAN können Formen aus dem 3D-Drucker den WLAN-Empfang und die Sicherheit verbessern.

Der Blogger hatte dem Besitzer die Idee eines verschlüsselten Geldautomatenlesers aus dem 3D-Drucker vorgestellt, doch dieser zeigte kaum Interesse. Für sein Projekt programmierte Nardi ein OpenSCAD-Script, welches die Höhe und Anzahl der Pins auf der Kartenleser-Frontseite zufällig bestimmt. Das Pin-Layout ändert sich mit jeder Generierung einer neuen STL-Datei für den 3D-Druck des Kartenlesers. Eine Anpassung ist seinen Angaben nahezu unmöglich, weshalb Skimmer enorme Schwierigkeiten hätten, einen Kartenleser zu montieren, weil sich seine Form seit dem letzten Mal geändert habe.

Die Installation eines solchen Kartenlesers wäre zwar möglich, jedoch steht dem gegenüber der Verbraucher. Von Banken werden Verbraucher dazu aufgefordert auf verdächtige Hardware zu achten, weshalb es Nardi zufolge keinen Sinn machen würde derartige Hardware einzurichten.

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