Hanglun Technology, ein chinesischer Hersteller von Titanlegierungs-Fahrrädern, plant, seine Produktionskapazitäten im Bereich der additiven Fertigung erheblich zu erweitern. Das Unternehmen, das seit 1992 Titanfahrräder unter der Marke Hi-Light produziert, investiert in moderne 3D-Drucktechnologie, um jährlich mehr als 50.000 Metallbauteile herzustellen. Der Fokus liegt dabei auf der Produktion von Fahrradrahmen, Lenker und weiteren Komponenten aus Titanlegierungen.

3D-gedruckte Titanbauteile für Fahrräder von Hanglun Technology
Auf dem Bild sind Titanbauteile für Fahrräder zu sehen, die von Hanglun Technology mithilfe der FS350M-4-Laser-Metalldruckmaschine von Farsoon Technologies additiv gefertigt wurden. Diese Komponenten sind Teil eines jährlichen Produktionsziels von über 50.000 Teilen, das sowohl für Serienfertigung als auch für kundenspezifische Modelle vorgesehen ist. (Bild © Farsoon/Hanglun)

Hanglun Technology, das in China einen Marktanteil von 80 % im Bereich der Titanfahrräder hält und auch in Nordamerika, Europa und Südostasien stark vertreten ist, setzt auf die Kombination traditioneller Gussverfahren mit innovativen 3D-Drucktechnologien. Diese Herangehensweise ermöglicht es dem Unternehmen, sowohl hohe Stückzahlen als auch kundenspezifische Bauteile effizient und kostensparend zu fertigen.

Im Jahr 2023 tätigte Hanglun Technology eine wegweisende Investition in den 4-Laser-Metall-3D-Drucker FS350M des chinesischen Unternehmens Farsoon Technologies. Diese Maschine hat es Hanglun ermöglicht, die Fertigung komplexer und leichter Fahrradbauteile weiter zu optimieren.

Yanpeng Yang, stellvertretender Generaldirektor von Hanglun Technology, erklärt:

„Der 3D-Druck verändert unsere Branche grundlegend. Durch die Kombination von Präzisionsguss und 3D-Druck können wir nicht nur Kosten senken und die Umweltbelastung verringern, sondern auch die Produktionsgeschwindigkeit erhöhen und den gesamten Prozess effizienter gestalten.“

In der Entwicklungsphase neuer Produkte bietet die additive Fertigung erhebliche Vorteile. So können Designiterationen von Titanbauteilen schnell umgesetzt und getestet werden, was den Entwicklungszyklus deutlich verkürzt. Zudem verbessert die Technologie die Qualität, Leistung und Zuverlässigkeit der hergestellten Komponenten. Ein weiteres Beispiel für den Vorteil der additiven Fertigung ist die nahtlose Integration von Kabeln und Schaltkomponenten direkt in den Fahrradrahmen, was den Luftwiderstand minimiert und die Gesamteffizienz des Fahrrads erhöht.

Additiv gefertigte Fahrradteile von Hanglun Technology, gezeigt sind Steuerrohr, hintere Gabel und Joch
Das Bild zeigt verschiedene Fahrradkomponenten, die von Hanglun Technology mittels additiver Fertigung hergestellt wurden. Diese Technologie ermöglicht die nahtlose Integration komplexer Strukturen, wie das Steuerrohr, die hintere Gabel und den Joch, in einem einzigen Bauteil. Diese Fertigungsmethode trägt zur Verbesserung der Effizienz und Performance der Fahrräder bei. (Bild © Farsoon/Hanglun)

Ein wesentlicher Vorteil gegenüber traditionellen Schweißverfahren ist die Reduzierung von Verformungen, Spannungsrissen und Ungenauigkeiten, die durch den Schweißprozess entstehen können. Durch den Einsatz des FS350M-4 konnten Titanrahmen mit einer Zugfestigkeit von 1035 MPa, einer Streckgrenze von 998 MPa und einer Bruchdehnung von 13,5 % hergestellt werden. Diese Eigenschaften verlängern die Lebensdauer der Bauteile erheblich.

Durch den Einsatz von Topologieoptimierung und 3D-Druck konnte das Gewicht eines kompletten Rahmens auf nur 1,4 kg reduziert werden. Dies führt zu einer höheren Geschwindigkeit und geringerer Turbulenz bei Langstreckenfahrten, was für ein geschmeidigeres und effizienteres Fahrerlebnis sorgt.

Hanglun Technology sieht in der additiven Fertigung nicht nur eine Möglichkeit, die Leistung und das Design seiner Fahrräder zu verbessern, sondern auch die Marke Hi-Light technologisch weiterzuentwickeln und ihren Ruf auf dem Markt zu festigen.

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