Ein Mitarbeiter von 3D Systems baute sich nach Feierabend das weltweit erste 3D-gedruckte Kayak. Das mit ABS-Material gedruckte Gefährt ist 30kg schwer und ca. 5 Meter lang. Die Idee von Jim Smith, sein Kayak zu Hause einfach selbst auszudrucken könnte für pfiffige Unternehmer in naher Zukunft ein lukratives Geschäftskonzept bedeuten.

Kayak mit 3D-Drucker erstellt
Quietschbund sollte es sein, das Kayak von Jim Smith. Deshalb erstellte er sich das Kayak in seinen Wunschfarben einfach selbst. In seinem Keller. Mit einem 3D-Drucker (© Jim Smith, grassrootsengineering.com).

Der 3D-Druck gewinnt verstärkt an Bedeutung und es werden immer größere 3D-Objekte gedruckt. WaffenAutos, Fahrräder, ja sogar olympische Winterpsortgeräte werden heute mit dem 3D-Drucker erstellt. Nun folgt auch das weltweit erste Kayak, welches sich Jim Smith, ein Ingenieur bei 3D-Systems ausdruckte. Im Keller seines Hauses hatte er sich einen 3D-Drucker monatelang in mühsamer Handarbeit aufgebaut. Die Marke Eigenbau verwendete er für den Ausdruck des fünf Meter langen bunten Kayaks.

Es wurde aus 28 Einzelteilen gefertigt, die jeweils aus ABS-Kunststoff gedruckt und mit Schrauben vereint wurden. Die einzelnen Verbindungen wurden mit Silikon abgedichtet, das das schwimmende 3D-Objekt nicht im Wasser untergeht. Die Komponenten dürfen sich im Wasser auf keinen Fall verziehen, weshalb er den 3D-Heimdrucker um eine spezielle Hitzekammer erweiterte und so die Stabilität des Kayaks gewährleistete.

Wird die erste Ausfahrt ein Schiffbruch?

Bei der anschließenden ersten Ausfahrt ging Jim Smith nicht unter und seine Füße blieben trocken. Im Bug und Heck befinden sich Adapter für Kameras aber auch für andere Gimmicks. Das Boot kann den persönlichen Körpermaßen angepasst werden. Der erforderliche Auftrieb, die Länge und die Breite lassen sich exakt berechnen. Nach der Berechnung erfolgt dann der Ausdruck des Kayaks. Bei einem Gewicht von nur 30 Kilogramm und sechs Millimeter dicken Einzelteilen werden auf einen Seite Kosten aber auf der anderen Seite Material eingespart. Das Kayak hat rund 500 US-Dollar gekostet. Auf seiner Webseite Grass Roots Engineering kann die Planung, der Druck und anschließende Zusammenbau des Kayaks in einer Bildergalerie bewundert werden.

Eine mögliche Zukunft könnte sein, dass die Firmen ihren Kunden künftig nur die 3D-Druckpläne liefern und diese anschließend das Produkt zuhause nur noch ausdrucken müssen. Zur Zeit sind die verfügbaren 3D-Drucker jedoch noch zu hoch im Preis. Für kleinere Objekte, wie Ersatzteile für das Auto oder praktische Gegenstände für die Küche, ist die Idee zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht mehr so surreal.

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Kommentar(e) zum Beitrag
  1. Ich habe das Boot schon mal im Netz gesehen und finde es auch irgendwie cool. Aber bitte macht etwas Recherche: „Bei einem Gewicht von nur 30kg“ ist das mal ein ganz schön fetter Brocken! Welches Boot in vergleichbarer Größe ist den schwerer. Von meinen Kajaks haben drei Einerkajaks eine vergleichbare Größe: Drau in GfK von Herbert Baschin zwischen 1958 und 1961 laminiert: 518cm & 20kg, SKB VW 510 (70er Jahre): 510cm & ca. 20kg, Thomas Meier Umiak GL (trotz des Namens ein schmaler Kajak, 90er Jahre): 560cm & 17kg (incl. Steueranlage mit solider langer Zölzerschiene mit Stemmbock)
    Selbst mein Faltkanadier für 2-3 Personen (Ally DR 17) ist mit 20,5kg (mit 2 Sitzen) deutlich leichter. Er ist auch 515cm lang, aber natürlich deutlich breiter und höher.
    Das hohe Gewicht liegt zum einen an den vielen Flanschen – es werden größere und schnellere Drucker gebraucht – aber auch an den Werkstoffen. Hochmolekulare Kunststoffe, die ein mittelschweres festes Boot ergeben, sind zu viskos zum 3D Druck. Damit es leicht wird braucht es orientiertes gestrecktes Material, also Gewebe oder eben durch blasen oder tiefziehen gestrecktes Thermoplast.
    Man kann aber die Form im 3D-Druck machen.

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