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Liberator – Pistole aus dem 3D-Drucker auf IFA 2013 vorgestellt

Die US-amerikanische Gruppe Defence Distributed hatte bereits vor einigen Monaten damit für Schlagzeilen gesorgt: Eine funktionstüchtige Pistole aus dem 3D-Drucker (Liberator). Nun wurde auch auf der diesjährigen internationalen Funkausstellung in Berlin (IFA 2013) erstmals der Versuch gestartet, eine einsatzbereite Schusswaffe herzustellen.

Mit zunehmender Marktreife der 3D-Drucker für den ‚Endconsumer Market‘  steigt auch die Brisanz rund um das Thema „Schusswaffen aus dem 3D-Drucker“. Die Gruppe Defence Distributed hatte bereits vor einiger Zeit auf die Gefahr aus dem 3D-Drucker hingewiesen und eine funktionstüchtige, vollständig mit dem 3D-Drucker hergestellte, Schusswaffe präsentiert. Der einzige Unterschied zu dem nun auf der IFA 2013 in Berlin „präsentierten“ Exemplar: es handelte sich dabei um einen Industrie-3D-Drucker.

Auf der IFA 2013 ging es dem Team von Radioeins (rbb) gemeinsam mi c´t Hacks und einem staatlich zugelassenen Büchsenmacher vielmehr um die Frage: Kann man mit einem für den Otto-Normal-Verbraucher erschwinglichen 3D-Drucker eine funktionstüchtige und damit gefährliche Schusswaffe „zu Hause“ selbst herstellen?

Verwendete Ausrüstung und Versuchsaufbau

Grundlage für den Versuch war der von Pearl für nur 800€ angebotene 3D-Drucker EX1. Ein wahres Messe-Highlight unter den Besuchern. Als Grundlage für die Bauteile der Pistole diente eine von der Defence Distributed veröffentlichte CAD-Datei. Welche Qualität die eingesetzte Plastik hatte, ist nicht bekannt.

In dem nachfolgenden Video ist zu sehen, inwieweit die auf einfachster Weise hergestellte Pistole tatsächlich scharfe Munition abfeuern kann.

Besteht eine reale Gefahr von Waffen aus dem 3D-Drucker in Zukunft?

Der Versuch hat gezeigt, dass die Waffe nach mehrmaligen Versuchen keine Patrone tatsächlich abfeuern konnte, sodass Personenschaden hätte entstehen können. Die Aussage, es bestehe zukünftig keine Gefahr von Schusswaffen aus dem 3D-Drucker, wäre allerdings schlichtweg falsch. Zum einen lassen sich die auf Basis der CAD-Dateien hergestellten Bauteile noch weiter modifizieren und verbessern, sodass die Qualität und Zuverlässigkeit der Waffe steigt. Zum anderen steht die 3D-Druck-Technologie im Grund genommen noch in seinen Kinderschuhen. Auch hier sind zukünftig noch deutliche Verbesserungen zu erwarten.

Dennoch sollte das Thema nicht überbewertet werden. Auch Baumärkte verkaufen Produkte die Personen großen Schaden zufügen können; diverse Küchengeräte finden ebenfalls hier viel zu häufig hier ihren Einsatz. Leider ist die Liste beinahe unendlich fortführbar und sollte dem Betrachter des Themas ein wenig die Angst vor einer neuen Technologie nehmen, die viele neue und interessante Vorteile für die Verbraucher bringen kann.

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