Maker Racer lautet das Projekt von Hoyt Jolly, der er sich zur Aufgabe macht mit dem Unternehmen GoTime Maker Racer die Einführung und Nutzung der 3D-Drucker in Schulen voranzutreiben. Wir stellen Euch das interessante und engagierte Projekt einmal vor.

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Bei einem Handelskammer-Treffen in Chattanooga (USA, Tennessee) vor einiger Zeit kam es zwischen einem Mann namens Hoyt Jolly und einem Vertreter des Autoherstellers Volkswagen zu einer Idee. Die Idee war die Entwicklung eines mit Gummiband angetriebenen Modellautos, um den Kindern und Jugendlichen einen besseren Einblick in die Autoindustrie zu bieten. Basierend auf diesen Gedanken entstand die Firma GoTime Maker Racers, die eine bessere Antriebslösung als die ursprünglich angedachten Gummibänder entwickelte.

Nach einigen Monaten Entwicklungszeit und sieben verschiedenen Versionen, verfügt der aktuelle Maker Racer nun über bis zu zwölf Getriebe und Drehfedern. Getrieben und Federn wurden mit einem 3D-Drucker gefertigt. Die Karosserie und die Räder bestehen aus stabilen Karton. Nach Angaben des Firmengründers können die Autos mit der richtigen Getriebeübersetzung ein paar Meter aus eigener Kraft fahren. Der Plan Hoyt Jolly zufolge ist es, ein Schulprogramm rund um den Maker Racer zu entwickeln und damit sowohl die Autoindustrie als auch den 3D-Druck den Schülern näher zu bringen.

GoTime Maker Racer
GoTime Maker Racer (Bild © gotime.us).

Auf diese Weise sollen Schüler und Studenten in den Physikunterricht theoretisch und praktisch in die Themen 3D-Druck und Konstruktion von Autos eingeführt werden. Beim Umgang mit dem 3D-Drucker lernen die Schüler außerdem die Herstellung von Prototypen (Rapid Prototyping) in Unternehmen, was sich demnach auch auf andere Branchen für die spätere Berufswahl übertragen lässt und förderlich sein kann und als genannte Fähigkeit in der Bewerbung förderlich für den Schüler sein kann.

Viele Schulklassen in den USA haben zwar bereits Zugang zu 3D-Druckern aber es fehlt ein Plan, wie man sie benutzen könnte. Immerhin  schon einen großen Schritt weiter als in Deutschland. Hier fehlt es sogar noch an 3D-Druckern in den Schulen. Vielleicht bietet das Projekt von Jolly und den GoTime Maker Racers eine zusätzliche Motivation für deutsche Schulen. Aber auch für Unternehmen wie Volkswagen, BMW und Mercedes Benz die Einführung von 3D-Druckern in Deutschlands Schulen zu fördern und aktiv zu begleiten.

Aktuell arbeitet Hyot Jolly an einem Lernkurs, wie sich die prozessorientierte Fertigung der Maker Racers unter zu Hilfenahme der 3D-Drucker sinnvoll in den Lehrplan integrieren lassen können. Der Kurs soll aus mehreren Auto-Kits bestehen, die genug Gänge für ein paar verschiedene Getriebe-Kombinationen beinhalten werden. In einem der Kits werden auch Pläne enthalten sein, mit denen mehr Gänge in einem Klassenraum gedruckt werden können.

Die Schüler oder Studenten werden die Möglichkeit erhalten, zu entscheiden, welche Getriebeübersetzung sie für ihr Fahrzeug verwenden. Die Getriebeübersetzung mit den erforderlichen Zahnrädern wird gedruckt und dann der Maker Racer getestet, um zu sehen, wie er funktioniert. Jolly modifiziert laufend seine Entwürfe und Getriebe damit die Autos weiter fahren als ihre Vorgänger. Eines Tages werden Studenten vielleicht noch mehr einzigartige Designs und Autos entwickelt haben, äußert er zielstrebig auf seiner Website gotime.us.

In der Autoindustrie hält der 3D-Druck verstärkt Einzug. So kündigte das Unternehmen Local Motors die Herstellung eines fahrtüchtigen Elektroautos aus dem 3D-Drucker an und bei Opel wird das Montagewerkzeuge mittlerweile per 3D-Druck vor Ort gefertigt. Künftig dürften komplette Autos und weitere Komponenten wie Armaturen dafür mit dem 3D-Drucker entstehen, wodurch PKWs in Zukunft erschwinglicher werden könnten und die Herstellung von Bauteilen für die Reperatur direkt vor Ort in den Werkstätten erfolgen kann. Über die weitere Entwicklung berichten wir kostenlos in unserem großen 3D-Drucker-Newsletter.

Maker Racer Bauteile
Bauteile eines Maker Racer. Drehfedern und Getriebe stammen aus dem 3D-Drucker (Bild © gotime.us).

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