Im Zuge der Vorbereitungen auf die Olympischen Winterspiele 2026 hat die BMW Group eine innovative Lösung für das deutsche Bobnationalteam vorgestellt: maßgeschneiderte Spikeplatten, hergestellt mit 3D-Druck. Diese Entwicklung markiert einen signifikanten Fortschritt in der Ausrüstung für den Bobsport, der traditionell in drei gleich wichtige Komponenten unterteilt wird: Startzeit, Ausrüstung und die Leistung am Steuerseil. Die neue Technologie, die ursprünglich aus dem Automobilbau stammt, ermöglicht nun personalisierte Lösungen und effiziente Optimierungszyklen für die Athleten. Das Projekt hat BMW auf seiner Website vorgestellt und wir im Folgenden von uns zusammengefasst.

Maßgeschneiderte Technologie für Spitzenleistungen

Die BMW Group, als Technologiepartner des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD), nutzt ihre Expertise im 3D-Druck, um die Ausrüstung der Athleten zu revolutionieren. Bisher waren die Spikeplatten der Bobschuhe mit fest montierten Nägeln versehen, die nicht ausgetauscht oder angepasst werden konnten, was die Schuhe nach Abnutzung der Nägel unbrauchbar machte. Die neue Lösung basiert auf dem Konzept von Leichtathletikschuhen, bei denen die Spikeplatten und Nägel flexibel angeordnet werden können. Dies ermöglicht eine individuelle Anpassung an den Laufstil des Athleten, die Beschaffenheit des Eises und die spezifischen Anforderungen des Viererbobs.

Vom Automobilbau auf das Eis

Die Entwicklung und Herstellung der maßgeschneiderten Spikeplatten erfolgt im BMW Group Additive Manufacturing Center, wo seit über 30 Jahren Komponenten für Prototypen, Einzelanfertigungen und Serienproduktion mittels 3D-Druck erstellt werden. Die Anpassung der Spikeplatten an die individuellen Schuhe der Athleten erfolgt durch eine Kombination aus Software, die die Geometrie der Platten entwickelt, und einem 3D-Scanner, der die Topographie der Schuhe erfasst. Anschließend werden die Platten Schicht für Schicht mit einem Laser aus entsprechendem Metallpulver gedruckt.

Optimierung bis zur Perfektion

Aktuell werden verschiedene Legierungen und Geometrien getestet, um die optimale Lösung zu finden. Sobald die idealen Grundparameter festgelegt sind, kann das Design der Spikeplatte automatisch an jeden Schuhtyp, jede Schuhgröße und jede Anzahl von Befestigungspunkten auf der Schuhsohle angepasst werden. Dies eröffnet auch die Möglichkeit, spezielle Spikeplatten für die individuellen Bedürfnisse der Athleten oder verschiedene Wetter- und Eisbedingungen zu produzieren.

René Spies, der Cheftrainer des Bobsports, berichtete von positivem Feedback der Athleten bei Tests im Weltcup, auch wenn noch einige Anpassungen nötig seien. Das Ziel ist es, bis spätestens zu den Olympischen Winterspielen 2026 die perfekten Schuhe für den Wettbewerb bereitzustellen und damit optimale Startbedingungen zu schaffen.

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