Erfolgreiche Zusammenarbeit:

Siemens, Strata und Etihad Airways präsentieren erste Flugzeugkomponente aus dem 3D-Drucker

Der 3D-Druck erobert weitere Teile der Luft- und Raumfahrt. Eine schnellere Herstellung von Teilen für den Flugzeuginnenraum gehört zu diesen Fortschritten, die dank einer Zusammenarbeit von Siemens, Strata und Etihad Airways Engineering jetzt möglich gemacht wurden, wie ein erstes 3D-gedrucktes Innenraumteil zeigt.

Wie wir auf 3D-grenzenlos schon berichteten, haben die Unternehmen Siemens, Strata und die Fluggesellschaft Etihad Airways gemeinsam ein Pilotprojekt gestartet, bei dem es um die Herstellung von Innenausstattungen für die Fluglinie Etihad mittels additiver Fertigungstechnik geht.

Das erste Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist ein Kunststoffrahmen für die Medienbildschirme, die jetzt erstmals mit einem 3D-Drucker hergestellt werden konnten. Präsentiert wurde der Rahmen auf der Pressekonferenz des weltweit ersten branchenübergreifenden Forums, auf dem Global Manufacturing and Industrialization Gipfel 2017. Ausgewählt wurden diese Monitorrahmen, da sie sehr komplex sind und ein besonderes Design haben.

3D-gedruckter Monitorrahmen für Flugzeiginnenraum
Der Rahmen aus dem 3D-Drucker mit den Verantwortlichen der 3 Firmen (Bild © EmiratesBusiness).

Das zeigt auch, dass die ersten Ziele des Projektes schon in kurzer Zeit erreicht werden konnten. Mit Hilfe von 3D-Druck sollen komplexe Teile kostengünstiger und zeitsparender hergestellt werden. Besondere Wünsche oder nötige Anpassungen können schneller umgesetzt werden, als in einem herkömmlichen Herstellungsverfahren.

Die Aufgaben waren bei diesem Projekt klar verteilt. Siemens hat die Materialauswahl, sowie die Prüfung und Entwicklung des Fertigungsprozesses übernommen. Etihad Airways war für die Konstruktion und die Zertifizierung zuständig. Schlussendlich hat Strata die Teile in ihrer Al Ain Fabrik gedruckt.

Strata Fertigungsgebäude.
Das Strata Fertigungsgebäude in Al Ain. (Bild: © Pawan Singh / The National)

Da das Projekt aus Sicht der beteiligten Unternehmen ein voller Erfolg war, ist nun eine dreijährige Zusammenarbeit geplant, um den 3D-Druck in den vereinigten Arabischen Emiraten, dem Mittleren Osten und Nordafrika weiter zu industrialisieren. In diesem Programm soll auch eine Schulung der Bürger enthalten sein.

„Diese Technologie hat das Potenzial, die Luft– und Raumfahrtindustrie durch diese Innovation zu revolutionieren und gleichzeitig lokale Kenntnisse und Fähigkeiten zu entwickeln“, sagte Badr Al Olama, CEO von Strata und Leiter des GMIS-Organisationskomitees auf einer Konferenz GMIS 2017. Über weitere Entwicklungen in diesem Bereich berichten wir wie gewohnt auf 3D-grenzenlos.de und in unserem kostenlosen 3D-Drucker-Newsletter.

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