BeiHang University:

Übergroße 3D-Druckbauteile für Flugzeuge produziert

Die chinesische Universität in Beijing hat in der vergangenen Woche auf einer Technikausstellung die Ergebnisse eines besonderen Projekts enthüllt: Flugzeugteile aus dem 3D-Drucker in noch nie da gewesenen Größen. 

Von einigen der wichtigsten Flugzeughersteller weiß man, dass sie schon seit geraumer Zeit mit 3D-Drucktechniken arbeiten. Viele kleine Bauteile konnten damit schon entworfen und in Massen produziert werden. So konnten Naben, Schrauben oder Cockpit-Teile schnell und günstig hergestellt werden – auch wenn es bis jetzt noch keine ganzen Flugzeuge waren, 3D-Drucker zahlen sich in jedem Fall aus. Jetzt zeigt ein Projekt aus China, was noch alles geht.

Fensterrahmen Cockpit
Die Fensterrahmen, wie alle anderen Teile auch, wurden mit nur einem Druck hergestellt (Foto: © 3dprint.com)

An der Beijing University of Aeronautics and Astronautics hat eine Ausstellung gezeigt, wie weit die 3D-Drucktechnologie beim Bau von neuen Flugzeugen beisteuern kann: 50 Flugzeugteile, die für chinesische Flugzeuge selbst als auch für neue Flugzeugträger und Raketen genutzt werden können, wurden letzte Woche in Beijing enthüllt. Die Teile bestehen dabei aus einer Titan-Legierung und sind die größten Flugzeugteile, die mithilfe von 3D-Drucktechniken bis jetzt produziert werden konnten.

Unterschiedliche Tests haben gezeigt, dass die 3D-Druckteile eine sehr robuste Oberfläche besitzen, solide sind und in der Lage Aufprall und Schwingungsdämpfungen bestens standzuhalten. Sie alle wurden zudem, so geben es die chinesischen Medien wieder, aus einem Stück gefertigt und deshalb mit keinem anderen Projekt in der Luftfahrt- und Raumfahrttechnik zu vergleichen.

Flugzeugteil
Noch nie wurden so große Flugzeugteile mit nur einem Herstellungsschritt produziert (Foto: 3dprint.com)

Bekannt wurde außerdem, dass bis zu mehr als 80 Prozent des Herstellungsprozesses dank 3D-Drucktechnologien reduziert werden konnte. Das zeigte sich vor allem beim Bau des Fensterrahmens des Cockpits einer C919-Maschine, der insgesamt nur 55 Tage in Anspruch nahm. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass einige europäische Flugzeughersteller mit zwei Jahren und Kosten in Millionenhöhe rechnen müssen.

Die Technik, die in Beijing für den Bau neuer 3D-Flugzeugteile gebraucht wurde hat nicht nur den Bau der C919 bereichert, sondern auch den einiger Trägergestützten Flugzeuge und Tarnkappenflugzeuge. China gibt sich hier also keinesfalls mit dem Bau „einzelner Vorrichtungen“ zufrieden, sondern denkt in sehr viel größeren Dimensionen. In solchen, mit denen irgendwann ganze Flugzeuge mit nur einem Druck entstehen könnten.

Was sagt ihr dazu? Hinterlasst Eure Kommentare oder diskutiert mit uns darüber auf unserer Facebook-Seite.

Bemerkung: Sowohl wir als auch einige unserer Leser sehen diese Meldung kritisch. Die Quelle stammt aus chinesischen Medien und die dort zur Verfügung gestellten und hier gezeigten Bilder lassen vielmehr Frästeile vermuten als Bauteile aus einem 3D-Drucker. Bestätigende oder widerlegende offizielle Angaben dazu gibt es bisher nicht.


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