Fallstudie:

Zortrax-Entwickler fertigen Kunststoff-Komponenten für ein Motorrad mit einem Desktop-3D-Drucker

 17. Januar 2017  Susann Heinze-Wallmeyer  

Entwickler von Zortrax haben sämtliche Kunststoff-Komponenten eines Motorrades mit einem Zortrax M300 3D-Drucker gefertigt und stellten das überarbeitete Motorrad nun der Öffentlichkeit vor.

Der polnische 3D-Drucker-Hersteller Zortrax hat in der letzten Woche ein Motorrad vorgestellt, dessen Kunststoffteile mit einem Zortrax M300 3D-Drucker hergestellt wurden. Das Projekt zeigte somit in eindrucksvoller Weise auf, wie auch Desktop-3D-Druck und neue verzugsfeste Materialien die Fertigung in der Fahrzeugindustrie sinnvoll ergänzen können.

Bei dem überarbeiteten Motorrad handelt es sich um das Modell Triumph Daytona, welches nicht nur sehr leicht, sondern auch leistungsfähig ist. Das Zortrax-Design-Team hat dieses Motorrad entsprechend umgebaut und alle Kunststoff-Teile durch 3D-gedruckte Komponenten ersetzt. Dazu gehören beispielsweise die Verkleidungen, der Sitz, der Tank, die Windschutzscheibe, die Leuchten sowie die Spiegel, berichtet Zortrax in eine Fallstudie.

Montage der Kunststoffteile.
Ein Zortrax-Mitarbeiter montiert die 3D-gedruckten Teile am Triumph Daytona Motorrad. (Bild: © Zortrax.com)

Im ersten Schritt mussten alle entsprechenden Komponenten abmontiert werden. Diese wurden daraufhin 3D-gescannt und jedes Teil neu überarbeitet, bevor der Ausdruck begann. Zudem verwendete das Team drei Primärfilamente, darunter das kratzfeste Zortrax Z-HIPS, welches für die Verkleidungen und den Tank genutzt wurde. Weiterhin kamen das lichtdurchlässige Material Z-GLASS für die Leuchten und Z-ULTRAT, welches besonders starr ist, bei verschiedenen Verbindungselementen zur Verwendung.

Nach dem Druck wurden die Komponenten noch nachbearbeitet, so beispielsweise durch eine Glättung, Grundierung, durch Abschleifen und das Aufbringen von farbigem Lack.

Nachbearbeitung eines Bauteils.
Bevor die nachgedruckten Bauteile montiert wurden, erfuhren sie eine Nachbearbeitung. (Bild: © Zortrax.com)

Für die Modifizierung des Motorrades benötigten die Zortrax-Mitarbeiter insgesamt rund einen Monat. Vom technischen Zustand her ist die Version aus dem 3D-Drucker straßentauglich, da aber nur ein Prototyp vorhanden ist, darf es im öffentlichen Straßenverkehr nicht gefahren werden.

Das Ziel der Fallstudie war es, aufzuzeigen, dass funktionelle Prototypen in jedem Produktionsstadium erstellt und getestet werden können, und das unter Einsatz der Desktop-3D-Druck-Technologie. Sicher stimmen Sie mit uns darin überein, dass dieses Ziel in vollem Umfang erreicht wurde.

Zortrax M300 3D-Drucker
  • Großer Bauraum 30x30x30 cm
  • Stabiler Rahmen aus Aluminium
  • Gelochte und beheizte Bauplatte
  • Automatische Kalibrierung
  • Einfache Bedienung

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