Der Softwarehersteller Simcon wird auf der Moulding Expo 2017 neue Versionen seiner Programme Cadmould und Varimos vorstellen. Die Simulationssoftware „Cadmould 3D-F“ kann Prozess- und Bauteiloptimierungen inkl. Geometrievariationen nicht nur flink, sondern auch exakt realisieren. Die Bauteilvernetzung würde Simcon zufolge bei enorm schneller Berechnung automatisch erfolgen und in genauen Simulationsergebnissen resultieren. Die angepassten Geometrien können anschließend auf Wunsch in das CAD-System übertragen werden. Auf diese Weise werden zum Beispiel Verzug oder Schwindung am Bauteil bereits im Zuge der Konstruktionsphase auf ein Minimum begrenzt.

» 30 CAD-Programme für Makers

Das automatische Optimierungssystem Varimous arbeitet mit den Vorzügen von Cadmould, welche es dem Anwender erlaubt mit der Variation von Bauteilen, Werkzeug und Arbeitsablauf die optimale technische wie wirtschaftliche Qualität zu erreichen. Laut Hersteller profitieren Konstrukteure, Werkzeugbauer und Kunststoffverarbeiter mit Cadmould von Wettbewerbsvorteilen. Hier nannte Simcon die nachhaltige Verkürzung von Zykluszeiten von bis zu 30 Prozent und die Reduzierung von Werkzeugänderungs- und Abmusterungskosten als Beispiel. In der Praxis soll sich die Ersparnis bei Zeit und Kosten auf bis zu 50 Prozent belaufen. Das Einsparpotenzial soll mit Varimos noch höher sein.

Cadmould Screenshot
Cadmould-Screenshot für die Vermessung von Ebeneneinheiten (Bild © Simcon).

Seit rund 30 Jahren bietet Simcon die Software-Gruppe „Cadmould“ als modular aufgebautes Softwaresystem an. Im Rahmen der Roadshow „Mehr Power im Werkzeugbau“ können sich interessierte Unternehmen über die Möglichkeiten von „Cadmould 3D-F“ informieren. Simcon zeigt mit seinen Partnerfirmen  Renishaw GmbH, Listemann Technology AG, PSG Plastic Service GmbH, Carl Zeiss Industrielle Messtechnik GmbH und IKOffice Unternehmenssoftware GmbH in fünf verschiedenen Workshops alte wie innovative Wege bezüglich der Fertigung komplexer Werkzeuge. Die Roadshow dauert vom 19. Juni 2017 bis 23. Juni 2017, findet in Jena, Bielefeld, Lüdenscheid, Stuttgart und Nürnberg statt.

Ein Forscherteam des Fraunhofer ITKS präsentierte auf der World PM 2016 Congress & Exhibition sein Hartmetall-Werkzeug mit anpassbaren Eigenschaften aus dem 3D-Drucker. Das Unternehmen HASCO nutzt den 3D-Druck zur Herstellung von Formeinsätzen und der Autohersteller Opel druckt seit 2014 seine Montagewerkzeuge. Die Montagespezialwerkzeuge werden mit dem 3D-Drucker aus Kunststoff hergestellt.

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