Nachbearbeitung entfällt:

Neues Prusa Software-Update vereinfacht 3D-Druck wasserlöslicher Stützen

 22. August 2017  Susann Heinze-Wallmeyer  

Prusa Research hat vor kurzem die neueste Version (1.36.2) seiner Slic3r Prusa Edition 3D-Software auf den Markt gebracht. Zu den wichtigsten neuen Funktionen gehören die verbesserten Einstellungen zum 3D-Druck mit wasserlöslichen Trägern beim Prusa i3 MK2.

Kürzlich veröffentliche Joseph Průša, der Gründer und CEO von Prusa3D, auf der firmeneigenen Webseite einen neuen Blogbeitrag, in dem er erläutert, wie die neuen Funktionen der Slic3r 3D-Software Nutzern helfen können, problemlos zu drucken, ohne dass eine umfassende Nachbearbeitung notwendig wird.

Prusa i3 MK2S 3D-Drucker
Auch der Prusa i3 MK2S kann mit den wasserlöslichen Filamenten drucken. (Bild: © prusaprinters.org)

Die 3D-Software Slic3r Prusa Edition Version 1.36.2 bietet drei Möglichkeiten, Stützen zu drucken. Zum Einen handelt es sich dabei um die grundlegende Methode, mit Standard-Filament zu arbeiten. Bei der zweiten Variante besteht die Möglichkeit, für den ganzen Druck wasserlösliche Träger einzusetzen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, wasserlösliche Träger auf den Schnittstellen anbringen zu lassen. Alle drei Varianten lassen sich mit der überarbeiteten 3D-Software realisieren.

Pegasus mit Stützstrukturen
3D-gedruckter Pegasus mit Stützstrukturen. (Bild: © prusaprinters.com)

Die meisten Maker werden die grundlegende Methode kennen. Hier wird nicht lösliches Filament als Trägermaterial eingesetzt. Diese Methode ist zwar kostengünstig, bringt aber nicht die beste Qualität. Zugleich ist auch eine manuelle Nachbearbeitung durch Abschneiden oder Abschleifen der Träger notwendig.

Beim zweiten Verfahren kommt ein wasserlösliches Element zum Einsatz, mit dem die Stützen gedruckt werden. Am Besten seien hier die Filamente BVOH von Verbatim und PVA von Primaselect geeignet, wenn auf einen Prusa i3 MK2 3D-Drucker zurückgegriffen wird.

Vergleich zwischen PLA und wasserlöslichem Filament
Dieses Bild zeigt den Vergleich zwischen PLA und wasserlöslichem Filament. (Bild: © prusaprinters.org)

Bei der dritten Variante wird das Filament BVOH dazu genutzt, die Stützstrukturen für den gesamten Druck zu fertigen. Prusa schlägt hier vor, das Trägermaterial in Extruder 4 einzusetzen und die Druckeinstellung „normal soluble ful“ zu wählen. Mit dieser Methode konnte auf der Seite der Träger eine sehr gute Oberflächenqualität erreicht werden, da sich die Stützen in Wasser auflösen. Der eigentliche Druck bleibt somit unberührt. Von Nachteil ist allerdings, dass BVOH oder auch anderes lösliches Trägermaterial deutlich teurer ist als Standard-PLA.

Wal aus zwei Filamenten
Dieser Wal wurde aus zwei verschiedenen Filamenten gedruckt. (Bild: © prusaprinters.org)

Zugleich biete diese dritte Methode Prusa3D zufolge das „Beste aus beiden Welten“. Während die wasserlöslichen Träger nur für die Grenzflächenschichten eingesetzt werden, wird für den Rest des Drucks reguläres Filament verwendet. Nutzer profitieren also von einer leichteren Entfernung der Stützen und einer besseren Oberflächenqualität. Die Kosten reduzieren sich ebenfalls, da nur die Träger selbst aus dem teureren wasserlöslichen Filament gefertigt werden.

Wal nach Entfernung der Stützstrukturen
Hier haben sich die Stützstrukturen des Wals in Wasser aufgelöst. (Bild: © prusaprinters.org)

Für den Einsatz bei Objekten mit unzugänglichen internen Geometrien sei die dritte Variante allerdings so nicht einsetzbar, erklärte Průša. Hier sollte das wasserlösliche Material in den Extruder 4 eingeführt und die Druckeinstellung „normal soluble interface“ („normal lösliche Schnittstelle“) gewählt werden.

Beide wasserlöslichen Materialien sind im Prusa E-Shop erhältlich. Nach dem Kauf sollte darauf geachtet werden, sie in einer versiegelten, mit Trockenmittel gefüllten Plastiktüte zu lagern, damit sie ihre Feuchtigkeit behalten.

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