
Ein Schwerpunkt des gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungslabors liegt auf der Bioprinting-Technologie, die das Drucken lebender Gewebe für die regenerative Medizin umfasst. Diese Technik könnte die Behandlung von Patienten durch die Erstellung maßgeschneiderter medizinischer Implantate und Prothesen, wie Fußgelenksorthesen und Prothesen für Unterschenkelamputationen, erheblich verbessern.
Zusammenarbeit zwischen NTU und SGH
Die Kooperation verbindet die Expertise und Ressourcen des 3D-Druckzentrums des SGH und des Singapore Centre for 3D Printing der NTU. Kenneth Kwek, CEO des SGH, betont die grenzenlosen Möglichkeiten dieser Partnerschaft. Sie könnte nicht nur die Patientenversorgung verbessern, sondern auch die Zukunft der Gesundheitsdienste positiv beeinflussen. Professor Lam Khin Yong von der NTU hebt hervor, dass diese Zusammenarbeit auch die nächste Generation von Klinikern, Akademikern und Ingenieuren ausbildet, um sie auf die Herausforderungen im sich wandelnden medizinischen Sektor vorzubereiten.

Fortschritte und Herausforderungen im 3D-Druck für medizinische Anwendungen
Obwohl der 3D-Druck in der Medizin vielversprechende Fortschritte macht, befindet er sich noch in einer frühen Entwicklungsphase. Derzeit konzentrieren sich die Forschungen hauptsächlich auf präklinische Studien an Tieren. Der nächste Schritt sind klinische Versuche am Menschen. Professor Paulo Bartolo, Exekutivdirektor des Singapore Centre for 3D Printing, und Associate Professor Goh Su-Yen, klinische Direktorin des Future Health System Departments des SGH, erläutern, dass der 3D-Druck gegenwärtig hauptsächlich zur Erstellung chirurgischer Leitfäden und anatomischer Modelle genutzt wird, die Chirurgen bei der präzisen Planung von Operationen unterstützen.
Die Zukunft der Bioprinting-Technologie
Die Bioprinting-Technologie befindet sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium. Sie ermöglicht es, Biomaterialien und Zellen zu drucken, um Gewebe und Organe herzustellen, die entweder implantiert oder als Modelle zur Erforschung von Krankheiten und Medikamenten genutzt werden können. Diese Technologie hat das Potenzial, die Notwendigkeit von Organtransplantationen zu reduzieren, indem kompatible Organe wie Haut, Bauchspeicheldrüse oder Leber im Labor gezüchtet und implantiert werden.
Die Entwicklung personalisierter medizinischer Geräte, die auf die spezifischen Bedürfnisse und Merkmale der Patienten zugeschnitten sind, ist ein weiterer Vorteil des 3D-Drucks. Dabei müssen jedoch die verwendeten Materialien sorgfältig ausgewählt werden, insbesondere wenn sie im Körper eingesetzt werden. Prof. Bartolo betont die Wichtigkeit der Biokompatibilität und der biologischen Abbaubarkeit dieser Materialien.
Video: Nachrichtenbeitrag von CNA zur News
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