Foto Joshua M. Parce der Michigan Technology University
(Bild © // youtube.com User: MichiganTech)

Der neue 3D-Drucker soll mit Hilfe von Gas das Metall schichtweise übereinander schweißen, berichtet das amerikanische Wissenschaftsmagazin livescience.com. Der 3D-Metalldrucker wird von einem Forschungsteam der Michigan Technology University entwickelt, rund um den Teamleiter Joshua M. Pearce.

We have open-sourced the plans in the hopes of accelerating the technology by allowing others to build upon the design. (Joshua Pearce. Michigan Technology University

Die Idee zum 3D-Metalldrucker basiert auf dem RepRap-Konzept und dem Vorhaben das Open Source-Konzept weiter auf Metalldruck auszubauen. Pearce berichtet, das Forschungsteam habe alle Pläne zum neuen 3D-Metalldrucker als Open Source freigegeben. Die Kosten für den 3D-Metalldrucker belaufen sich nach Angaben der Entwickler auf ca. 1200 US-Dollar. Das entspricht in etwa einem Preis von knapp unter 900 Euro.

Tatsächlich könnte der Billig-3D-Metalldrucker der Michigan Technology University ganze Märkte revolutionieren. 3D-Metalldrucker gibt es bereits seit einigen Jahrzehnten und werden in der Industrie für das Prototyping und die Serienproduktion eingesetzt. Die günstigsten Geräte starten bei einem Anschaffungspreis von eine halben Million US-Dollar, so die Aussage von Live Science. Mit dem 3D-Metalldrucker basierend auf dem Open Source-Konzept und einem Anschaffungspreis von unter 900 Euro rückt die Technologie in den Markt der Verbraucher vor und könnte marktübergreifend für erhebliche Veränderungen in Produktion und Vertrieb sorgen. Der 3D-Metalldrucker wurde ursprünglich geschaffen um Fahrrad-Ersatzteile und Labor-Werkzeuge zu erstellen.

Von High-End 3D-Metalldrucker sind wir noch weit entfernt. (Joshua Pearce)

Zur Qualität seines neuen 3D-Metalldruckers machte Prearce allerdings nur vage Aussagen: „High End Metalldrucker sind wesentlich präziser als die unseres Teams. Wir sind definitiv noch nicht auf gleichem Stand.“ Das dürfte auch schwierig werden und sollte von Interessenten auch in naher Zukunft nicht erwartet werden. Dennoch dürften sich die ersten Dienstleister bereits in Stellung bringen. Ansehnlicher Schmuck, Küchenutensilien, Wohnaccessoires oder Ersatzteile für die Werkstatt dürfte der 3D-Metalldrucker in geeigneter Qualität zu Stande bekommen und so gänzlich neue Märkte eröffnen.

Was denkt Ihr über die Entwicklungen die momentan im Bereich der 3D-Drucker stattfinden? Gestern noch der erste 3D-Drucker unter 1000€, heute bereits die Ankündigung zum ersten 3D-Metalldrucker für unter 1000 Euro? Wie gehen die Entwicklungen der Technologie hin? Wer sind die Gewinner, wer die Verlierer? Schreibt uns Eure Meinung als Kommentar unter den Artikel.

Weiterführende Informationen

  • Wer gerne einmal einen Blick in die Forschungen von Joshua Pearce zum Thema Open Source Hardware werfen möchte, kann sich hier eine interessante Forschungsarbeit von Pearce ansehen (englisch, .pdf).
  • Im Folgenden ein Video in dem Joshua Pearce die Vorteile (ROI – Return of Investment) der Open Source 3D-Drucker erläutert und Beispiele für die Arbeit der 3D-Drucker in seinem Forschungsinstitut vorstellt (englisch, Dauer: 02:50 Min.).

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Kommentar(e) zum Beitrag
  1. Hallo,
    Der Artikel ist zwar schon etwas älter, aber ich habe leider keine weiterführenden Informationen gefunden, Indias Projekt erfolgreich ist/war. Über einen weiterführenden link wäre ich sehr dankbar!

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