
Die Forscher des Instituts waren auf der Suche nach einem Weg, den Versuchs- und Entwicklungsprozess für die eigenen, neu geschaffenen Luft- und Raumfahrtkomponenten zu beschleunigen, berichtet der US-3D-Drucker-Hersteller Stratasys in seinem Blog. Dabei erwies sich der Einsatz von 3D-Druckern als tragfähige Option, als das IEAV eine Fugzeugeinfahrrampe, welche eine Neigung von 15 Grad aufweisen und mit Bohrungen für Gas-Kraftstoffeinspritzung versehen sein sollte, mit diesem Verfahren erschaffen konnte. Seitdem nutzt das Institut den 3D-Druck, um Prototypen von Flugzeugmodellen und Hyperschallmotoren für verschiedene Tests herzustellen.
Von konventionellen Fertigungsmethoden zum 3D-Druck

Bevor man sich für den 3D-Druck entschied, nutzte das IEAv hauptsächlich traditionelle Herstellungsverfahren. Diese waren teuer und zeitaufwändig. Teilweise vergingen bis zu 6 Monate, bis ein Teil fertiggestellt war. Diese Zeitspanne konnte mit einem 3D-Drucker deutlich gesenkt werden, teilweise auf unter eine Woche. Da das Design nun schneller optimiert werden kann, beschleunigt sich das Prüfverfahren entsprechend.
Der Senior Researcher des IEAv, Dr. Antonio Carlos de Oliveira, äußerte dazu, dass „diese neue Form des Prototyping mehr Flexibilität, Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit biete bei gleichzeitig deutlich geringeren Kosten. Die 3D-Drucktechnologie definiert unsere Laborgrenzen neu, eröffnet neue Möglichkeiten und Forschungsaspekte.“ Von Vorteil sei aber auch, dass ihre Innovationen nun noch stärker der Geheimhaltung unterliegen können, zugleich erhöhe sich auch die Sicherheit der vom IEAv entwickelten Luft-, Raumfahrt- und Verteidigungsprojekte.

Zur Zeit arbeite die IEAv hauptsächlich an der Herstellung von Hybridmodellen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um 3D-gedruckte Prototypen, die unter anderem Metall und andere hochentwickelte Materialien enthalten.






