Das koreanische Start-up für 3D-Druck von organischen Substanzen CLECELL hat ein respiratorisches Atemwegsepithelmodell im 3D-Bioprinting-Verfahren hergestellt, um Forscher der Harvard Medical School dabei zu unterstützen, das SARS-CoV-2-Virus besser zu verstehen. Das Modell soll bei der Herstellung von Impfstoffen helfen. Geplant ist außerdem eine In-vitro-Testplattform.

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Das koreanische 3D-Bioprinting-Start-up CLECELL hat ein respiratorisches Atemwegsepithelmodell mit ihrem 3D-Biodrucker U-FAB entwickelt, wie das Unternehmen in einer Mitteilung auf seiner Website berichtet. Epithelgewebe bedeckt den größten Teil der Atemwege. CLECELL geht davon aus, dass es für die Erforschung des SARS-CoV-2-Virus verwendet werden kann, der die derzeitige Coronavirus-Pandemie ausgelöst hat. Der Neurochirurg Choi-Fong Cho von der Harvard Medical School bat CLECELL um Informationen zum Epithelmodell der Atemwege mit dem Ziel, den Virus für einen Impfstoff besser verstehen zu lernen. Der 3D-Druck ist in der aktuellen Krise eine große Hilfe. Unternehmen wie Carbon stellen damit unter anderem eine Million COVID-19-Teststäbchen pro Woche her.

Epithelgewebe erfüllt wichtige Aufgaben

Außenflächen von Organen, Blutgefäße und Innenflächen von Hohlräumen vieler inneren Organe sind mit Epithelgewebe versehen. Unsere Atemwege werden von respiratorischem Epithel feucht gehalten und so geschützt. Krankheitserreger und Fremdpartikel haben es schwerer, einzudringen. Schleimausscheidungen verringern die Gefahr von Infektionen und Gewebeverletzungen. Kurzum, das Epithelgewebe hat in unserem Körper wichtige Aufgaben.

Alternative zu In-vitro-Tests

CLECELL hat mit dem U-FAB 3D-Bioprinter Atemwegsepithelmodelle hergestellt und erforscht. Laut dem Unternehmen ist der SARS-CoV-2-Virus gegenüber Tieren weniger ansteckend, weshalb eine neue Methode hermusste. Normalerweise entstehen Impfstoffe, indem einem befruchteten Ei das Virus injiziert wird. Es folgt eine Inkubationszeit und dann die Extraktion, um daraus ein Antigen herzustellen. Da SARS-CoV-2-Viren jedoch Tieren gegenüber nicht so infektiös sind, sollen respiratorische Epithelmodell von CLECELL eine Alternative für In-vitro-Tests bieten.

Biodrucker U-FAB CLECELL
Das respiratorische Atemwegsepithelmodell soll den Forschern helfen, den SARS-CoV-2-Virus besser zu verstehen (Bild © CLECELL).

Den Virus verstehen lernen

Professor Cho, Experte für neurovaskuläre Forschung und die Entwicklung neuer Medikamente, arbeitet mit Forschern an Methoden zur Erstellung eines respiratorischen Epithelmodels mit dem 3D-Biodruck. Er kontaktierte CLECELL und bat sie um weitere Informationen zum 3D-gedruckten Atmungsepithelmodell.

CLECELL zufolge hilft das 3D-gedruckte Modell, den SARS-CoV-2-Virus besser zu verstehen. Professor Cho und sein Team wollen außerdem die Auswirkungen von SARS-Cov-2 auf die Gefäßstruktur und die Infektionswege des Virus untersuchen. Es soll eine In-vitro-Testplattform geschaffen werden, die das menschliche Lungengewebe mithilfe des 3D-gedruckten Epithelmodells nachahmt.

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