Dank 3D-Druck:

ISS-Astronauten erhalten frischen Kaffee aus der „Zero-Gravity“-Espresso-Tasse

 25. Februar 2016  Andreas Krämer  

Was für uns normal ist, ist in der Schwerelosigkeit oftmals eine große Herausforderung. Wie zum Beispiel das Kaffee kochen und Kaffee trinken. In Kooperation zwischen ISS-Astronauten und der Portland State University wurde jetzt mit Hilfe von 3D-Druck eine „Zero-Gravity“-Espresso-Tasse entwickelt.

Der Doktorand Drew Wollman, der im Maschinenbau-Programm der Portland State University aktiv ist, hat die 3D-Drucktechnologie dazu verwendet, um „Zero-Gravity“-Espresso-Tasse herzustellen. Dabei handelt es sich um Kapseln, mit denen Kaffee in Schwerelosigkeit getrunken werden kann. Der ISS-Astronaut Kjell Lindgren erfuhr von dem Produkt und nahm Kontakt zu Wollman und seinem Professor Mark Weislogel auf, berichtet die Portland State University.

Kaffee trinken für Astronauten
Schauen Sie genau hin: Der Kaffee bewegt sich von der Schwerelosigkeit zurück in die Kaffekapsel aus dem 3D-Drucker (Bild © Screenshot; YouTube/ IRPI LLC).

In gemeinsmaer Zusammenarbeit entwickelten Wollman und Professor Weislogel mit einem 3D-Drucker das Produkt weiter, zur eine Espressotasse mit einer modifizierten Brüheinheit, die Lindgren als „Kapillar-Getränkeschalen“ bezeichnete. Eine Spritze mit heißen Wasser wird über eine angeschlossene K-Cup gepumpt, wodurch der Kaffee frisch gebrüht in die gedruckte Kaffeetasse gelangt. Die Geometrie der Espressotasse schafft eine Oberflächenspannung, die den frischen Kaffee direkt am Tassenrand hält.

Die Espressotasse wurde an Bord der ISS getestet, um zu sehen wie Flüssigkeiten fließen, berichtete Lindgren in einem Youtube-Video bei der Präsentation der von Wollman erfundenen Espressotasse mit integrierter Brühfunktion (das Video gibt es unten zu sehen). Die Anwendungsbereiche für so eine Vorrichtung seien breit gefächert, wenn Flüssigkeiten ohne Einsatz einer Pumpe, Strom und Kraft bewegt werden können.

Dies sei sehr nützlich auf Systemen wie einer Raumstation. Die Methode von Wollman und Prof. Weislogel zum Kaffeebrühen sorgte für Aufregung auf der ISS, weil die Astronauten der Raumstation nun ihrem Kaffee frisch brühen können anstatt Instant-Kaffee aus Tüten trinken zu müssen.


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